Beatrice Frasl im Interview zum Thema Feminismus und psychischer Gesundheit

„Wir leben immer noch in einer Gesellschaft, in der Geld sehr ungleich verteilt ist, wo Zeit sehr ungleich verteilt ist, aber auch Ressourcen sehr ungleich verteilt sind.“ – Beatrice Frasl

Beatrice Frasl im Podcast Interview

Hallo meine Lieben! Heute gibt es ein super Interview für euch (auch, wenn ich mich für ein paar Hintergrundgeräusche entschuldigen muss).
Beatrice Frasl ist Podcasterin, Kulturwissenschafterin und Autorin. Da ich selbst noch „Feminismus-Anfängerin“ bin, wollte ich eine tolle Expertin einladen, die uns das Thema näher erläutert. Beatrice Frasl erklärt uns komplexe Fragestellungen in verständlichen Worten und zeigt uns auf, wo die Probleme liegen. Spannend (und traurig) ist auch, wie sich z.B. die Coronakrise auf Frauen auswirkt. Zudem sprechen wir über das Thema psychische Gesundheit. Wie holt man sich eigentlich Hilfe? Oder wie hilft man, wenn man jemanden kennt, dem/der es gerade nicht so gut geht? Freut euch, es ist ein spannendes Gespräch. Unten findet ihr alle Links zum Podcast.

Diese Fragen und einige mehr gibt es im Podcast:
Was bedeutet Feminismus für dich?
Wie weit ist Österreich?

Was ist Altersarmut?
Wie hat sich die Coronakrise auf Mann und Frau ausgewirkt?

Was ist der „Mental Load“ der Frau?
Was sind die ersten Schritte, die ich selbst tun kann?
Wie kamst du dazu über das Thema psychische Gesundheit zu schreiben?
Wie holt man sich Hilfe, wenn es einen nicht gut geht?
Wie kommt man zur Therapie?
Wie kannst du am besten einer Person helfen, dem/der es gerade nicht gut geht?



Was ist der „Mental Load“?
Es ist quasi die „unsichtbare“ Arbeit der Frauen. Sie sind in der Regel nicht nur die, die mehr (physisch) im Haushalt und mit den Kindern was machen, sondern sie sind auch die, die alles organisieren. Sie behält im Hinterkopf, wer für was verantwortlich ist.
Wer weiß, wann die Verwandtschaft Geburtstag hat?
Wer organisiert das Dinner mit Freunden?
Wer muss wann zum Flöten-Unterricht?
Wer spricht mit den Lehrern? Wer organisiert Arztbesuche?
Wer besorgt die Geschenke?

In einer progressiven Beziehung übernimmt der Mann zwar oft schon Aufgaben, aber die anstrengende „Manager-Aufgabe“ bleibt der Frau. Dies ist die „mentale Last.“ Es geht also nicht nur um einfache Aufgaben (wer räumt den Geschirrspüler aus), sondern wer organisiert die Deko, die Arbeit, die Verantwortungen, das Essen usw.

Buchempfehlung von Beatrice Frasl:

Übungen zur Selbstreflexion:

Beobachte deine eigene Gedanken und Bewertungen. Durch die patriachische Gesellschaft haben wir alle mehr oder weniger ein sexistisches Denken in uns. Diese Übung hilft das Denken zu durchbrechen und mehr zu hinterfragen.
z.B. Wir „erlauben“ es Frauen nicht mal auf den Tisch zu hauen und wütend zu werden, wobei das bei Männern völlig normal ist. Ein Mann ist zu bewundern, wenn er zu seinem Wort steht und seinen Willen durchsetzt, die Frau ist die „Zicke“. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt. Die Frau darf weinen und Emotionen zeigen, während der Mann das „Weichei“ ist. Wenn mir eine Frau was erzählt, nehme ich dass dann weniger ernst? Wenn der Mann was sagst, traue ich mich da weniger dagegen zu sprechen? Wem spreche ich eher Expertise zu?

Umkehrübung
Was wäre jetzt anders, wenn in dem Film/Serie/Buch die Rollen vertauscht wären? Die weibliche Hauptrolle ist oft super sexy, trägt enge Kleidung – was, wenn das der Mann auch täte? Die Frau kann super intelligent und kompetent sein, meist geht’s doch auch nur darum, wie schön und sexy sie ist.

„Egal was du tust, egal wie intelligent oder kompetent du bist – bei uns Frauen geht es meist nur darum, wie schön und sexy wir sind. Wir können aber mehr, als nur ein Deko Objekt sein.“ – Beatrice Frasl

Hier gibt es mehr zu Beatrice:

https://www.instagram.com/fraufrasl/
https://grossetoechter.podbean.com/
https://steadyhq.com/en/grossetoechterpodcast/about

Den Podcast findest du überall, wo es kostenlos Podcasts gibt. Oder klicke direkt auf den Player unten.

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