Thomas Seidl im Antenne Steiermark Studio

6 Tipps für eine bessere Rhetorik – Interview mit Thomas Seidl

6 Tipps für eine bessere Rhetorik – Radiomoderator Thomas Seidl im Interview

 

Halli hallo und danke, dass du wieder hier bist! 🙂

Neulich habe ich wieder einmal einen sehr coolen Interview-Gast für meinen Podcast eingeladen. Und zwar Thomas Seidl, Radiomoderator bei Antenne Steiermark und Kommentator bei Sportveranstaltungen.

Gemeinsam haben wir über seinen spannenden Alltag zwischen Morning Show, Fußball und quality time in der Beziehung gesprochen und dabei auch über die Herausforderungen vom Spagat zwischen Job und Privatleben diskutiert. An seiner Tätigkeit als Moderator haben mich vor allem auch seine rhetorischen Fähigkeiten sehr interessiert. Dabei konnte ich ihm auch einige wertvolle Tipps entlocken, worauf es bei guten Präsentationen und beim Sprechen allgemein ankommt.


Infografik klein: 6 Tipps für eine bessere Rhetorik

 

Wie wird man eigentlich Radiomoderator?

 

Thomas Seidl erzählt von sich, dass er schon immer viel und gerne geredet hat. Der Weg zum Radio führte ihn zunächst über ein Sportjournalismus-Studium. Während dieses Studiums absolvierte er bei der Antenne Steiermark sein Pflichtpraktikum, wo er das erste Mal einen Blick hinter die Kulissen des Radiowesens werfen durfte. Als Kind wollte er eigentlich am liebsten Fußballer werden und war gleichzeitig fasziniert von der Tätigkeit und von Sportmoderatoren. 

Diese Leidenschaft verfolgt Thomas bis heute: Neben seinem Job als Radiomoderator ist er auch viel auf Sportevents unterwegs und kommentiert vor Ort die Spiele. Nach Abschluss seines Studiums bekam er im Zuge eines mehrstufigen Aufnahmeverfahrens dann tatsächlich eine befristete Trainee-Stelle bei der Antenne. Mittlerweile arbeitet Thomas dort nun schon seit sieben Jahren in Festanstellung. 



Wo bleibt da noch Zeit für Familie und Beziehung?

 

Durch seine ungebrochene Liebe für diesen Beruf kann es schonmal vorkommen, dass er sich mehr Arbeit aufhalst, als eigentlich in einer Woche schaffbar wäre. Zeit für seine Beziehung zu Freundin Nena, die übrigens auch bei der Antenne arbeitet, ist dabei oft sehr knapp. Jeden Tag um 4 Uhr morgens aufstehen, ab ins Studio, nach der Arbeit noch ins Fußball Training und abends dann wieder früh genug ins Bett, um am nächsten Tag wieder fit für die nächste Morning Show zu sein. 

Dadurch, dass er und Nena sich unter der Woche zum Teil nur für nicht mal eine Stunde sehen, nützen die beiden ihre gemeinsamen Wochenenden aber dafür umso aktiver. Thomas ist davon überzeugt, dass gemeinsame Zeit bei einem so straffen Zeitplan einfach eingeplant werden muss. Gemeinsam rausgehen, in den Kurzurlaub fahren oder einfach mal nur den ganzen Tag gemeinsam Netflix schauen – Hauptsache man nutzt die gemeinsame Zeit qualitativ.



Wie wird man ein besserer Sprecher?

 

Im Radio bietet es natürlich einige Vorteile, wenn einem das Sprechen generell leicht fällt. Trotzdem absolvieren auch RadiomoderatorInnen eine spezielle Sprechausbildung. Denn auf Sendung redet man nunmal nicht im Dialekt, sondern trainiert sich eine bestimmte Sprechweise an und übt die richtige Aussprache der Laute. Für viele fühlt sich das Sprechen mit einem Mikrofon vor der Nase auf einmal auch ganz anders an. Was man kurz zuvor noch ganz locker erklären konnte, wirkt auf einmal ganz künstlich. 



Wie geht man mit Nervosität beim Sprechen um?

 

Auch Thomas kennt diese Aufregung und kann sich noch genau an seine Aufregung bei den ersten Moderationen erinnern. Schließlich kann es ja schon ziemlich viel Druck erzeugen, wenn man weiß, dass einem im Laufe des Tages um die 250.000 Leute zuhören. Und das ganze auch noch live. Das wichtigste, das er in den vergangenen Jahren gelernt hat: Hab keine Angst davor, Fehler zu machen. Mach Fehler und gestehe sie dir ein, denn dann weißt du beim nächsten Mal besser, wie du mit ihnen umgehen kannst. Selbst die besten ModeratorInnen und SprecherInnen – egal ob im Fernsehen, Radio oder sonst wo – machen hin und wieder Fehler. Also ist es auch okay, wenn bei dir nicht alles glatt läuft. 


Zitat Thomas Seid Interview

 

6 Tipps für eine bessere Rhetorik

 

1. Fasse dich kurz

Versuche, dein Thema in klaren Sätzen auf den Punkt zu bringen. Konzentriere dich auf das Wesentliche und versuche, deine Inhalte auf klare, verständliche Weise zu vermitteln.

 

2. Achte auf deine Körpersprache

Übe am besten vor einem Spiegel oder filme dich, damit du siehst, wie sich deine Körperhaltung im Laufe eines Vortrags verändert. Achte darauf, dass du locker und immer offen und positiv dem Publikum zugewandt bist.

 

3. Halte Augenkontakt

Augenkontakt schafft Nähe und sorgt dafür, dass sich die ZuhörerInnen direkt angesprochen fühlen.

 

4. Bereite dich gut vor

Wenn du genau weißt, was du zu welchem Zeitpunkt sagen möchtest, gibt dir das bereits vor dem Vortrag ein sicheres Gefühl. 

 

5. Vermeide Fachvokabular

Auch wenn du fünf Doktortitel hast – schön für dich. Das Geheimnis guter Rhetorik liegt aber auch darin, eine Sprache zu wählen, die leicht verständlich ist. Schließlich willst du ja etwas vermitteln, also sorge dafür, dass deine Botschaft auch verstanden wird.

 

6. Baue bewusste Pausen ein

Durch Pausen verleihst du Worten Nachdruck und sorgst für einen intakten Spannungsbogen. Außerdem gibst du den ZuhörerInnen so die Gelegenheit, das Gesagte besser zu verarbeiten und wirken zu lassen.

 

Das gesamte Interview kannst du dir sehr gerne auch auf meinem Podcast anhören. Diesen findest du bei  ITUNES   //    SPOTIFY    //    BLOG (MP3)   // und für Android Phones gibt’s die kostenlosen Apps „Stitcher“ und „CastBox“ – Einfach „Foxi Mind“ suchen und am besten gleich abonnieren!

Wenn dir die Episode gefällt, würde es mich sehr freuen, wenn du mir bei ITUNES eine Bewertung da lassen könntest oder schreib mir gern bei Instagram (@klarafuchscom) wie dir der Podcast gefällt oder was du für Wünsche und Anregungen hast!

 

Infografik groß: 6 Tipps für eine bessere Rhetorik



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