Binge Eating – Regelmäßige Heißhunger- und Essattacken los werden

Binge Eating – Regelmäßige Heißhungerattacken und Fressanfälle

Hast du schon einmal vom sog. „binge eating“ gehört? Dies ist eine Form einer Essstörung bzw. hat was mit einem verstörten Essverhalten (und vermutlich auch mit einem verstörten Selbstbild zu tun).
Ich habe noch nicht so viel darüber geschrieben oder gesprochen, aber auch ich litt an Binge Eating. Es wird oft nicht ernst genommen, denn von Außen sieht man es nicht. Sobald jemand unter Anorexia leidet (was sehr ernst zu nehmen ist) bekommt das dein äußeres Umfeld mit und womöglich möchten sie dir sofort helfen. Beim Binge Eating ist man oft alleine. Man kommt nach Hause, ist sehr erschöpft, müde und hat womöglich einen kleinen Fehler gemacht, ist so unglaublich unzufrieden mit sich selbst und möchte dadurch innerhalb von kurzerster Zeit so viel wie möglich in sich hinein stopfen. Dies gibt einen sehr kurzen Kick, doch nachher kommt das schlechte Gewissen und am liebsten möchte man wieder alles in sich hinein stopfen, denn jetzt „ist es eh schon egal“. Zu diesem Thema habe ich auch eine Podcast Episode mit extra Tipps, wie du es los werden kannst, aufgenommen. Hier gibt’s die Links:

 

Den Podcast mit Tipps dazu gibt’s hier:    ITUNES   //    SPOTIFY    //    SPOTIFY    //    BLOG

 

 

Wie entsteht Binge Eating?

Binge Eating entsteht meist (wie emotionales Essen) aus einem psychologischen Grund. Du fühlst dich nicht gut, du bist müde und suchst nach Energie, du stehst unter enormen Stress: die schnelle Lösung ist das Binge Eating (andere Personen greifen z.B. zu Alkohol oder Zigaretten), es handelt sich hierbei also schon um eine Art Sucht. Wie gesagt, womöglich entsteht es aus emotionalen und psychologischen Gründen und mit der Zeit wird es zur Gewohnheit oder sogar zur Sucht. Man macht es für den kurzfristigen Kick, um sich kurz gut zu fühlen und um die innere Leere zu füllen.

Eine andere Möglichkeit ist auch, dass du einfach viel zu wenig isst. Dein Körper schreit nach Nährstoffen und nach Nahrung und nimmt alles, was er finden kann. Wenn du zu wenig Kalorien zu dir nimmst, dann kann das zu Heißhunger führen. Auch, dass du womöglich einen komletten Makronährstoff (z.B. low carb = keine Kohlenhydrate oder low fat) isst, kann dazu führen. Auch ein Mangel an Vitaminen und Nährstoffen führt zu Heißhunger, weil dem Körper wichtige Elemente für die Gesundheit und für’s Immunsystem fehlen.

Das Gehirn schaltet in den Überlebensmodus und das „Reptiliengehirn“ (Hirnstamm = ältester Teil des Hirns) der primitive Part, meldet sich zu Wort. Dieser Überlebensstinkt will eigentlich nur Gutes, er will dich am Leben erhalten. Du hast deinem Körper zu wenig gegeben und der Körper holt sich das auf diese Art und Weise zurück. Nach der Essattacke wurde der schlimmste Hunger gestillt oder du hast ein emotionales Problem mit dem Essen kompensiert. Und weil sich das (kurzzeitig) gut anfühlt, schüttet dein Körper Dopamin aus. Dopamin ist ein Glückshormon und hilft uns dabei neue Gewohnheiten zu Formen. Wenn du einen Trigger hast (Stress, schlechtes Körpergefühl, Scrollen durch Instagram..), dann kommt die Handlung (binge) und es folgt die kurze Belohnung (Kick, Dopamin, innere Leere füllen, kurzes High..), warum das Ganze überhaupt gemacht wird. Doch schon wenige Minuten später fühlen wir uns schlecht.

Hilfe – Was tun?

Ich weiß, in dieser Situation fühlt man sich wie ein Versager. Die Kontrolle verschwindet, womöglich steigt das Gewicht auf der Waage und eigentlich fühlt man sich schlechter und schlechter, was für noch mehr Stress sorgt. Ein Teufelskreis. Ich steckte dort fest. Einige Jahre.

Was mir zunächst geholfen hat, war, dass ich das Buch „Brain over Binge“ (hier ist die Website dazu) gelesen habe. Die Autorin erzählt sehr offen und ehrlich ihre eigene Story und wie sie ihr Problem gelöst hat. Du bist nicht allein. Versuch es zunächst ganz objektiv zu sehen und bewerte dich nicht. Dies ist nur dein Gehirn, dass eine Gewohnheit geformt hat und Gewohnheiten kann man ändern. 🙂

  • Gehe mal der Ursache auf den Grund: Woher kommt das Gefühl, dass du alles in dich rein stopfen möchtest?
    (Beziehung, schlechtes Selbstwertgefühl, Verlgeich mit anderen, Kindheit..)
  • Spreche offen darüber – Lass dir helfen! Ich wünschte ich hätte mich früher geöffnet und mehr darüber gesprochen. Ich weiß, dass man sich unglaublich dafür schmämt, aber die Menschen, die dich lieben, werden es verstehen.
  • Lese mehr zu dem Thema. Spreche mit Menschen, die dieses Problem für sich lösen konnten. Wenn du niemanden kennst, google es oder schau dir YouTube Videos an.
  • Arbeite an deinem Selbstwertgefühl und an deinem Selbstvertrauen. Hier am Blog findest du viele Artikel dazu.
  • Übernimm Kontrolle: Sei neugirieg und teste mal dein Gehirn: Wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, dass du 5 Tafeln Schokolade in dich hinein stopfen möchtest, dann sage „Ok liebes, primitives Reptiliengehirn. Wenn du das unbedingt machen möchtest, dann machen wird das jetzt. Ich starte mal langsam und wir schauen, ob das noch immer so viel Spaß macht, wenn ich die Kontrolle übernehme“. Wenn das funktioniert, dann freue dich! Belohne dich mit was anderem – z.B. ein Nickerchen (vermutlich brauchst du die Energie), gehe spazieren..
  • Ersetze die Gewohnheit – Wenn du merkst, dass du alles in dich hinein stopfen möchtest, dann mach etwas anderes, was dir auch ein gutes Gefühl gibt. Ruf deinen Freund an, rede mit deiner Freundin, gehe spazieren, laufen oder kauf dir selbst einen Blumenstrauß.
  • Denk mal so: Es ist nur eine Phase – Sie wird vorbei gehen und Schritt für Schritt wirst du da raus kommen!

 

Den Podcast mit Tipps dazu gibt’s hier:    ITUNES   //    SPOTIFY    //    SPOTIFY    //    BLOG

 

Ich hoffe du fandest den Beitrag etwas hilfreich. Wenn du das Gefühl hast, dass dich dieses Thema sehr triggert, dass du unruhig wirst oder ständig an Essen denken musst, weil es kein Genuss mehr ist, dann bitte such dir Hilfe bei einem Therapeuten, bei einem Coach oder bei Personen, die dir nahe stehen! Auch, wenn du dich womöglich schämst und ich weiß, wie schwer das ist – aber ich wünschte selbst, ich hätte früher Hilfe geholt! Sei ehrlich zu dir selbst und gestehe dir ein, dass dies hier ernst zu nehmen ist. Du schaffst das! 


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