Cheat day und Binge Eating – gesund?

 

Healthy – to Cheat or not to Cheat

 

Bei all dem Hype um einen gesunden Lebensstil auf Social Media und dem Streben nach einem Körper, der früh morgens quietschfidel und energiegeladen aus dem Bett hüpft und Idealmaße hat, wird sehr oft von so genannten „Cheat-Days“ gesprochen. Ich hatte früher keine Ahnung was ein „Cheat-day“ ist. Wörtlich übersetzt bedeutet „cheating“ = schummeln.  Und im Falle unserer Ernährung, dass wir uns ungesunde Produkte quasi außnahmsweise erlauben. Wir ihr bereits wisst, bin ich ein Fan von ausgewogener Ernährung und einem gesunden Lebensstil. Das richtige Essen in Kombination mit genug Schlaf und ausreichend Bewegung hilft mir dabei. Mir ist eine gesunde Balance im Leben aber genauso wichtig und deshalb gehen wir den „Cheat-Days“ jetzt mal auf den Grund. 🙂

 

 

Strikte Verbote
Bodybuilder ernähren sich sehr sehr streng und sind demnach auch sehr diszipliniert. Das müssen sie auch, schließlich wollen sie auf der Bühne spitze aussehen. Nach einigen Wochen oder Monaten strenger Diätphase gibt es dann zur Belohnung ein Cheat-Meal oder einen Cheat-Day. Der Wettkampf ist überstanden und jetzt dürfen sie sich nach der harten Zeit endlich belohnen.

Das Problem: 98% aller Leute auf Instagram sind KEINE Bodybuilder. Trotzdem „muss“ nur noch mit Verboten gelebt werden, gesunde Ernährung sieht nach Zwang aus und sobald man sich ein Verbot setzt, will der Kopf sowieso nur noch genau DIESES bestimmte Verbot.

Naschen
Bei einem gesunden Lebensstil ist eine gesunde Ernährung natürlich das A & O, aber ich bin Realist! Wer isst nicht manchmal gern Schokolade oder einen chewy Cookie? Ich bin selbst eine riesige Naschkatze. Und das ist vollkommen OK! Ich gönne mir sehr gerne einmal in der Woche mit meinem Freund ein leckeres Essen und da esse ich einfach nur das, worauf ich Lust habe. Vermutlich auch mit einem großen Dessert hehe. Dabei genieße ich aber jeden Bissen. 🙂

Solange es bei einem Cookie oder einem Keks bleibt, ist die Welt völlig in Ordnung. Sobald wir die ganze Packung in uns reinstopfen, ist normalerweise etwas anderes nicht in Ordnung und wir kompensieren unsere Probleme mit Essen, insbesondere fettigem und zuckerhaltigem! Wenn du merkst, du hast nach einem Cookie nicht genug und stopfst die ganze Packung unkontrolliert in dich rein, DANN greif sofort zu Stift und Papier, schreibe dir deine Probleme in ein Tagebuch oder rede mit deiner besten Freundin. Die beste Lösung wäre, Sachen wie diese gar nicht erst zu Hause zu haben und wenn doch, leg gleich ein Tagebuch über die Naschsachen. Hast du wirklich nur Lust auf ein kleines Stückchen Schokolade oder möchtest du am Liebsten den ganzen Schrank leer futtern? Die Noten werden durch Cookies auch nicht besser, der Ex-Freund wird dadurch nicht zurück kommen und wenn du schon so gestresst bist, nimm dir lieber die Zeit für Yoga oder Meditation.

 

 

Eine gesunde Balance finden
Ich lebe in der Realität. Wir sind nicht perfekt und das ist gut so. Die wenigsten schaffen es wirklich eine lange Zeit auf Schokolade & Co. zu verzichten. Ich möchte euch deshalb auch den Druck nehmen. Ihr müsst nicht rund um die Uhr, 100% immer gesund und clean essen. Essen hat mir Genuss und nicht mit Verboten zu tun! Wenn ihr mal das Verlangen nach Nutella oder einem Stückchen Schokolade spürt, greift zu! Und genießt jeden Bissen! Schuldgefühle sind fehl am Platz, da das schnell zum Überfressen führen kann. Wenn ihr ein Stückchen wollt, genießt es! Es ist Ok, dass man Verlangen nach Süßigkeiten hat, aber denkt immer daran wenn ich sage 1-2 Stückchen! Genießt es, euer Körper braucht nicht mehr! Wenn ihr zwei Tafeln runter schlingst, ist normalerweise etwas anderes nicht in Ordnung.!

Unser Ziel ist es 80% der Zeit gesund und clean zu essen, Zucker & Weizen zu reduzieren (Betonung auf reduzieren und kein „Verbot“) und viel Gemüse & Eiweiß zu essen. Wenn ihr beispielsweise 4x am Tag esst, dann sind das 28 Mahlzeiten pro Woche. Wenn da mal ein Eis dabei ist, ist das nicht weiter schlimm, schließlich esst ihr sonst gesund. 🙂

Unsere Gesundheit steht im Vordergrund.
Unser Ziel ist es, unseren Körper zu nähren und uns gut zu fühlen. Der große Vorteil einer gesunden Ernährung ist, dass dieses ständige Verlangen nach Süßem und Ungesunden weg gehen wird. Ab und zu gehört Schokolade dazu, vor allem zu einer bestimmten Zeit im Monat, nicht war Mädels? (Da auch der Geist zum gesunden Lebensstil dazugehört). 🙂

Es gibt genug Diäten auf dieser Welt, aber wir wollen gesunde Gewohnheiten schaffen, um für immer glücklich sein zu können! So deprimierend das auch klingen mag, jeder muss heraus finden was für IHN/SIE am besten ist! Je öfter ihr damit beginnt, eure Gewohnheiten zu ändern, gesünder zu essen, Sport zu treiben und einen gesunden Lebensstil zu führen, desto mehr lässt auch das Verlangen nach Süßigkeiten nach. Ihr werdet merken, was euer Körper WIRKLICH braucht, sind all die Nährstoffe, die in den gesunden Lebensmitteln zu finden sind.

Binge Eating – Regelmäßige Heißhungerattacken und Fressanfälle

Hast du schon einmal vom sog. „binge eating“ gehört? Dies ist eine Form einer Essstörung bzw. hat absolut mit einem verstörtem Essverhalten (und vermutlich auch mit einem verstörten Selbstbild zu tun).
Ich habe noch nicht so viel darüber geschrieben oder gesprochen, aber auch ich litt an binge eating. Es wird oft nicht ernst genommen, denn von Außen sieht man es nicht. Sobald jemand unter Anorexia leidet (was sehr ernst zu nehmen ist) bekommt das dein äußeres Umfeld mit und womöglich möchten sie dir sofort helfen. Beim Binge Eating ist man oft alleine. Man kommt nach Hause, ist sehr erschöpft, müde und hat womöglich einen kleinen Fehler gemacht, ist so unglaublich unzufrieden mit sich selbst und möchte dadurch innerhalb von kurzerster Zeit so viel wie möglich in sich hinein stopfen. Dies gibt einen sehr kurzen Kick, doch nachher kommt das schlechte Gewissen und am liebsten möchte man wieder alles in sich hinein stopfen, denn jetzt „ist es eh schon egal“.

Wie entsteht Binge Eating?

Binge Eating entsteht meist (wie eben emotionales Essen) aus einem psychologischen Grund. Du fühlst dich nicht gut, du bist müde und suchst nach Energie, du stehst unter enormen Stress: die schnelle Lösung ist das Binge Eating (andere Personen greifen z.B. zu Alkohol oder Zigaretten), es handelt sich hierbei also schon um eine Art Sucht. Wie gesagt, womöglich entsteht es aus emotionalen und psychologischen Gründen und mit der Zeit wird es zur Gewohnheit oder sogar zur Sucht. Man macht es für den kurzfristigen Kick, um sich kurz gut zu fühlen und um die innere Leere zu füllen.

Eine andere Möglichkeit ist auch, dass du einfach viel zu wenig isst. Dein Körper schreit nach Nährstoffen und nach Nahrung und nimmt alles, was er finden kann. Das Gehirn schaltet in den Überlebensmodus und das „Reptiliengehirn“ (Hirnstamm = ältester Teil des Hirns) der primitive Part, meldet sich zu Wort. Der schlimmste Hunger wurde gestillt und weil sich das (kurzzeitig) gut anfühlt, schüttet dein Körper Dopamin aus. Dopamin ist ein Glückhormon und hilft uns dabei neue Gewohnheiten zu Formen. Wenn du einen Trigger hast (Stress, schlechtes Körpergefühl, Scrollen durch Instagram..), dann kommt die Handlung (binge) und die kurze Belohnung (Kick, Dopamin, innere Leere füllen, kurzes High..), doch schon wenige Minuten später fühlen wir uns schlecht.

Hilfe – Was tun?

Ich weiß, in dieser Situation fühlt man sich wie ein Versager. Die Kontrolle verschwindet, womöglich steigt das Gewicht auf der Waage und eigentlich fühlt man sich schlechter und schlechter, was für noch mehr Stress sorgt. Ein Teufelskreis. Ich steckte dort fest. Einige Jahre.

Was mir zunächst geholfen hat, war, dass ich das Buch „Brain over Binge“ (hier ist die Website dazu) gelesen habe. Die Autorin erzählt sehr offen und ehrlich ihre eigene Story und wie sie ihr Problem gelöst hat. Du bist nicht allein. Versuch es zunächst ganz objektiv zu sehen und bewerte dich nicht. Dies ist nur dein Gehirn, dass eine Gewohnheit geformt hat und Gewohnheiten kann man ändern. 🙂

  • Gehe mal der Ursache auf den Grund: Woher kommt das Gefühl, dass du alles in dich rein stopfen möchtest?
    (Beziehung, schlechtes Selbstwertgefühl, Verlgeich mit anderen, Kindheit..)
  • Spreche offen darüber – Lass dir helfen! Ich wünschte ich hätte mich früher geöffnet und mehr darüber gesprochen. Ich weiß, dass man sich unglaublich dafür schmämt, aber die Menschen, die dich lieben, werden es verstehen.
  • Lese mehr zu dem Thema. Spreche mit Menschen, die dieses Problem für sich lösen konnten. Wenn du niemanden kennst, google es oder schau dir YouTube Videos an.
  • Arbeite an deinem Selbstwertgefühl und an deinem Selbstvertrauen. Hier am Blog findest du viele Artikel dazu.
  • Übernimm Kontrolle: Sei neugirieg und teste mal dein Gehirn: Wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, dass du 5 Tafeln Schokolade in dich hinein stopfen möchtest, dann sage „Ok liebes, primitives Reptiliengehirn. Wenn du das unbedingt machen möchtest, dann machen wird das jetzt. Ich starte mal langsam und wir schauen, ob das noch immer so viel Spaß macht, wenn ich die Kontrolle übernehme“. Wenn das funktioniert, dann freue dich! Belohne dich mit was anderem – z.B. ein Nickerchen (vermutlich brauchst du die Energie), gehe spazieren..
  • Ersetze die Gewohnheit – Wenn du merkst, dass du alles in dich hinein stopfen möchtest, dann mach etwas anderes, was dir auch ein gutes Gefühl gibt. Ruf deinen Freund an, rede mit deiner Freundin, gehe spazieren, laufen oder kauf dir selbst einen Blumenstrauß.
  • Denk mal so: Es ist nur eine Phase – Sie wird vorbei gehen und Schritt für Schritt wirst du da raus kommen!

 

 

Ich hoffe du fandest den Beitrag etwas hilfreich. Wenn du das Gefühl hast, dass dich dieses Thema sehr triggert, dass du unruhig wirst oder ständig an Essen denken musst, weil es kein Genuss mehr ist, dann bitte such dir Hilfe bei einem Therapeuten, bei einem Coach oder bei Personen, die dir nahe stehen! Auch, wenn du dich womöglich schämst und ich weiß, wie schwer das ist – aber ich wünschte selbst, ich hätte früher Hilfe geholt! Sei ehrlich zu dir selbst und gestehe dir ein, dass dies hier ernst zu nehmen ist. Du schaffst das! 

 

 


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