Schwimmtraining mit Equipment / Was brauchst du wirklich?

 

Halli Hallo meine Lieben! Ich hoffe euch geht’s super! 🙂

Heute habe ich wieder einen Beitrag zum Thema Schwimmen für euch. Ich finde es super, dass so viele daran interessiert sind ihre Fitness auf eine andere Art und Weise zu verbessern und fleißig ins Wasser hüpfen wollen. Wie wär’s mit einem Triathlon nächstes Jahr? 🙂

Den ersten Beitrag zum Thema Schwimmen und Kraultechnik findet ihr hier. Das Video dazu binde ich dir hier nochmal mit ein. Und denk immer daran: Ich weiß, dass der Anfang nicht immer ganz leicht ist und schwimmen ist wirklich nochmal eine total neue und besondere Herausforderung. Doch sobald die Technik einmal sitzt (frage auch gern einen Trainer um Hilfe), macht das Ganze gleich viel mehr Spaß! 🙂

Video zum Thema Kraultechnik

 

Schwimmequipment und Ausrüstung für’s Schwimmtraining

Heute geht’s um das Thema Ausrüstung für’s Schwimmen. Wie im letzten Beitrag schon erwähnt, ist das wichtigste ein gut und eng sitzender Badeanzug und für die Jungs eine richtige Schwimmhose. Mindestens genauso wichtig ist eine optimal sitzende Brille und allen Mädels empfehle ich eine Badehaube. Ich weiß, man fühlt sich Anfangs nicht wirklich sexy in so einem Ding, aber die Haare nerven einfach viel zu sehr ohne. 🙂

Wenn ihr diese Sachen habt, seid ihr schon einmal bestens gerüstet. Alles weitere ist nur eine Unterstützung und nicht-vorhandenes Equipment sollte keine Ausrede sein, um nicht ins Wasser zu hüpfen! 😉

Dieser Beitrag entsteht wieder in Kooperation mit Speedo Österreich. Ich trage meinen Badeanzug in Größe 38 (zB diesen hier), trage eine Longhaircap (hier) und die Fastskin Race Googles (hier).

Der Pullbuoy

Der Pullbuoy besteht aus einem leichten, schwimmenden Kunststoffschaum und die Form ist eine mehr oder weniger ausgeprägte Sanduhr. Es gibt sie ein verschiedene Größen und das Hauptziel ist es, dem Schwimmer im Wasser Auftrieb zu generieren, wenn man den Pullbuoy zwischen den Beinen hat. (Link zum Pullbuoy gibt’s hier).

Wann du den Pullbuoy einsetzen sollst:

Ein Pullbuoy kann dir zeigen, wie es sich anfühlt, eine richtige Wasserlage zu haben. Wie im ersten Beitrag schon besprochen, trägt deine Wasserlage entscheidend zu einer guten Kraultechnik und damit zum schnelleren und kraftsparenden Schwimmen bei. Ist deine Wasserlage schlecht, das heißt deine Hüften und Beine sinken zu sehr ab, erhöhst du damit den von dir erzeugten Wasserwiderstand und mußt infolgedessen mehr Kraft einsetzen, entweder um vorwärts zu kommen oder um deine Hüften und Beine weiter nach oben an die Wasseroberfläche zu bringen.

Der Pullbuoy hebt also deine Hüften und Beine und du wirst merken, dass du leichter vorankommst. Ziel ist es selbstverständlich, diese Dinge auch ohne Pullbuoy umsetzen zu können. Dabei ist es auch wichtig, an die Körperspannung zu denken (Bauch, Rumpf, Hintern anspannen!). Wenn du merkst, dass du mit den Beinen und auch mit den Hüften stark hin und her schwingst, dann solltest du mehr an deiner Körperstabilität arbeiten.

Je weiter oben du den Pullbuoy zwischen den Beinen hast, desto mehr oder weniger kannst du deine Beine einsetzen. Wenn du schon eine solide Kraultechnik hast, kannst du damit kraftspezifisch nur deine Arme trainieren. Du kannst auch spezifisch deine Atmung trainieren (z.B. Atempyramiden mit 5er, 7er und 9er Atmung), weil deine Beine weniger mit Sauerstoff versorgt werden müssen und du dadurch mehr Luft übrig hast und natürlich nicht ständig an den Beinschlag denken musst.

Ausserdem kannst du je nach dem in welcher Richtung du den Pullbuoy zwischen deinen
Beinen hast den Auftrieb regulieren. Großes Ende unter Wasser -> mehr Auftrieb.

Wann du den Pullbuoy nicht einsetzen sollst:

Wenn du schlechte Kraulbeine hast (I feel you!), kann dir der Pullbuoy zeigen wie es richtig geht, aber es darf nicht ständig damit geschwommen werden, nur weil es einfacher geht! Wichtig ist, dass das Erlernen der richtigen Technik im Vordergrund steht. Du kannst den Pullbuoy für verschiedene Technikübungen einsetzen, aber vergiss nicht auch an deiner Wasserlage OHNE Pullbuoy zu arbeiten. Und an alle Triathleten: Alle Schwimmhilfen sind bei allen Wettkämpfen verboten, gewöhnt euch also nicht zu sehr an den angenehmen Auftrieb des Pullbuoys. 😉

Paddles

Du hast diese Dinger vielleicht schon einmal an den Händen der Schwimmer und/oder Triathleten gesehen: Die Paddles. (Link zu den Paddles, die ich verwende, findest du hier).

Richtig eingesetzt sehr nützlich, falsch eingesetzt zerstörst du dir damit die Technik.

Wann du Paddles einsetzen sollst:

Wie du am Bild erkenn kannst, habe ich kleine Fingerpaddles. Warum? Weil ich nach 3 Jahren Pause erst langsam wieder mit dem regelmäßigen Schwimmtraining angefangen habe und meine schwimmspezifische Muskulatur geschwächt ist. Paddles machen nur Sinn, wenn du die Technik schon beherrscht und genug Kraft hast. Mit den Paddles (je nach Größe) vergrößerst du den Widerstand und du musst für den Armzug mehr Kraft aufwenden. Wenn du also schon gut schwimmen kannst und dein Armzug stärker werden soll, ist es ein sehr
hilfreiches Tool um einen kräftigeren Armzug zu bekommen!

Wann du Paddles nicht einsetzen sollst:

Wenn du noch nicht so viel Kraft hast und deine Technik noch nicht so sitzt, solltest du den Einsatz von Paddles vermeiden. Warum? Weil du mehr Kraft aufwenden musst und wenn diese nicht vorhanden ist, werden sich Fehler in der Technik einschleichen, damit man’s irgendwie „durch drucken“ kann.

Wenn du Schwimmer mit solchen Dingern siehst, sieht es einfach und locker aus, weil sie auch schon jahrelang (!!) trainieren, die Technik sitzt und wie Pinguine ziehen sogar junge Kids mit einem Tempo vorbei, dass dir der Atem geraubt wird. Gleichzeitig sieht man viele Triathleten, die gerade erst schwimmen gelernt haben und Paddles verwenden, wo ich mir denke „Bitte nicht!“. Wenn dann plötzlich die Schulter schmerzt, eine Trainingspause eingelegt werden muss oder die Technik einfach nicht besser wird, liegt das daran, dass man sich einer zu großen Belastung ausgesetzt hat.

Schwimmbrett / Kickboard

Wenn es ein richtig gutes Anfängertool gibt, dann ist es das Kickboard. Auch dieses besteht aus einem leichten, schwimmenden Kunststoffschaum, die Fläche ist jedoch viel größer als
beim Pullbuoy. (Link zum Kickboard findest du hier).

  1. Am häufigsten wird das Brett dafür eingesetzt, die Hände und Unterarme darauf zu legen, damit spezifisch der Kraulbeinschlag trainiert und verbessert werden kann. Dafür ist das Tool wirklich empfehlenswert, denn du bekommst ein besseres Gespür für deinen Beinschlag und trainierst dazu auch noch die Kraft in den Beinen.
  2. Das Brett eignet sich auch gut dafür an deiner Technik zu feilen. Du kannst einen Arm auf’s Brett legen und mit dem anderen Arm den Armzug machen. Auch das hilft dir als Anfänger und als Profi deinen Armzug zu verbessern und spezifisch daran zu arbeiten.
  3. Widerstandstraining: Das Brett kann senkrecht im Wasser platziert werden und dieser Widerstand sorgt dann dafür, dass du noch mehr  deine Kraft in den Beinen trainierst. Ideal für kurze Sprints!
  4. Je nach Größe und Form des Bretts, kann es auch als Pullbuoy eingesetzt werden und zwischen die Beine geklemmt werden.

Kurzflossen

Kurzflossen sind kürzer als normale Tauchflossen und wodurch ist die Kraftübertragung direkter ist, als bei längeren Flossen. Die Flossen bestehen meistens aus Kunststoff und/oder Silikon und es gibt verschiedene Größen, teilweise sogar wie bei Schuhherstellern, doch das ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Ich würde immer zu einer kleineren Größe, als
die eigene Schuhgröße, raten, da sich Flossen, vor allem im Wasser etwas ausdehnen und sich
anders anfühlen. (Link zu den Flossen gibt’s hier).

Einsatz von Kurzflossen:

  • Die Flossen werden in erster Linie dazu verwendet den Beinschlag zu trainieren. Die Flossen verstärken nur das, was bereits vorhanden ist. Sie sind kein bestimmtes Techniktool, sondern trainieren vor allem deine Kraft in den Beinen und du lernst, den Hüftbeinschlag besser aus der Hüfte heraus zu generieren, da du sonst nicht weiter kommst.
  • Deine Fußgelenke werden flexibler (Plantarflexion), was für’s „normale“ Schwimmen wichtig ist.
  • Kurzflossen können dir helfen einen zu weiten oder zu kurzen Beinschlag zu optimieren, da du mit den Flossen ein besseres Gefühl dafür bekommst.
  • Die Flossen verstärken dein Tempo, du kannst also mit Flossen weitaus schneller schwimmen, als ohne. Das kann dir helfen ein Gefühl dazu bekommen schneller zu schwimmen, du kannst spezifisch deine Schnelligkeit trainieren und auch bei Technikübungen kannst du dich gezielt auf die Übung konzentrieren, weil du einfach mehr SPEED hast.

 

Flossen sind also auch für Anfänger ein sehr hilfreiches Tool und helfen dir auch mehr Spaß
beim Schwimmen zu haben, da du schneller voran kommst. 🙂

Alles in allem

Alles in allem, würde ich auf das Material setzen, das DU gerade brauchst, ganz egal, was die Schwimmer neben dir machen. Für Anfänger sind ein Kickboard und Flossen zwei sehr praktische und sinnvolle Tools. Fortgeschrittene Schwimmer und Triathleten können auch
gern Paddles und Pullbuoy verstärkt zum Einsatz bringen um effizienter zu trainieren. 🙂

*In Kooperation mit Speedo Österreich.

PINTEREST

 

6 Kommentare
  • Feli
    Kommentiert am 07 November um 07:53 Antworten

    Richtig hilfreicher Post 🙂 Mit den Jahren hat sich bei mir auch einiges an Equipment angesammelt, ich schwimme aber am liebsten ohne:)
    Liebe Grüße, Feli von http://www.felinipralini.de

    • Klara
      Kommentiert am 08 November um 10:24 Antworten

      Hi Feli, danke für deine lieben Worte. 🙂
      Ich finde mit dem Equipment bekommt man etwas Abwechslung ins Training, aber natürlich kann man genauso gut auch ohne schwimmen. 🙂
      Liebe Grüße,
      Klara

  • JANA
    Kommentiert am 07 November um 21:41 Antworten

    Auch von mir ein sehr cooler Post 🙂 Mit Equipment zu schwimmen habe ich es bis heute nicht probiert vielleicht ja beim nächten Mal 🙂

    • Klara
      Kommentiert am 08 November um 10:22 Antworten

      Danke Jana, das freut mich sehr zu hören! Viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂
      LG, Klara

  • Gerry
    Kommentiert am 08 November um 13:00 Antworten

    Hey Klara,

    toller Blog und ein sehr informativer Bericht. Ich werde das Equipment mal ausprobieren 🙂

    LG
    Gerry

  • Sport- und Fitnessblogs am Sonntag, 12.11.2017
    Kommentiert am 13 November um 03:54 Antworten

    […] Blog von Klara Fuchs fand ich gleich zwei Beiträge sehr lesenswert: Ausgebrannt als Blogger und was man beim Schwimmen […]

Schreibe einen Kommentar