Die Kraft in dir

Hi meine Lieben! 🙂
Wie geht’s euch? Hattet ihr ein schönes Wochenende? 🙂
Heute habe ich wieder ein Thema, welches mich selbst beschäftigt: Ängste und wie kann man sie überwinden?

Die Angst in dir

Wieder einmal bekam mein Freund Axel meine Nerven zu spüren. „Glaubst du wirklich, dass ich das machen soll? Ich weiß nicht, ob die meine Idee gut finden werden.. Ich trau mich nicht.. all die Arbeit stresst mich noch dazu..“ – Er nahm mich in den Arm und bevor er überhaupt antworten konnte, hielt ich inne. „Ich weiß gar nicht, ob ich wirklich Angst habe. Irgendwie bin ich schon gestresst, aber irgendwie.. Irgendwie wäre ich ja komisch, wenn ich keine Angst hätte.. wenn ich keinen Stress hätte. Jeder hat doch Stress.“

Stress ist das normalste auf der Welt. Wenn man nicht tagtäglich auf Social Media präsentiert, was für ein „busy life“ man hat, ist man irgendwie uncool. Wenn du als Student nicht ständig jammerst, wie „anstrengend“ dein Leben ist, bist du ein Außenseiter. Und Ängste, Ängste sollte man ja auch noch haben. Sich nichts trauen. Aber schön gestresst sein und sich dabei verstecken. Sonst wäre man ja ein Fehler im System.

Tschüssi Komfortzone

Am Wochenende fand der vierte und somit letzte Teil der Mentaltrainerausbildung am GESU Institut statt. Teil der Ausbildung ist es auch, eine Abschlusspräsentation zu halten und eine Diplomarbeit zu schreiben. Unsere Gruppe bestand aus ca. 20 Leuten und am Sonntag hielt jeder von uns seine eigene Präsentation zu einem eigens gewählten Thema. Der Tag war wirklich unglaublich inspirierend, denn zum einen bekam man neue Sichtweisen und neue Zugänge und zum anderen sprachen viele auch von ihren persönlichen Stories und Geschichten. Ich wage mal zu behaupten, dass manche auch ein paar Ängste davor hatten (ich auch, vor allem weil ich technisches Wildschwein meine Präsentation nicht mal zum Laufen brachte), aber es war so cool zu sehen, wie jede/r Einzelne aus der eigenen Komfortzone sprang und das super meisterte! 🙂

Was willst DU?

Ich weiß, es ist unglaublich schwer herauszufinden, was man wirklich will. Über diese Frage habe ich schon hundertemale nachgedacht und ich weiß immer noch nicht, ob ich schon die „richtige“ Antwort gefunden habe. Mein Schlussgedanke ist allerdings: Was will ich jetzt? Nicht in 5 Jahren, nicht morgen, nicht gestern. Was erfüllt mich heute und was will ich weiter geben?

Aber, nicht nur; Was will ich jetzt? Sonder noch viel wichter: Was will ICH?

Nicht die Gesellschaft, nicht meine Eltern, nicht meine Lehrer, nicht meine Freunde, nicht der hübsche Typ von nebenan. Was. Will. Ich. Punkt.

Bei all den Entscheidungen gibt’s auch verschiedene Einflussfaktoren. Ok, welcher Beruf sieht ganz gut aus? Welcher Beruf ist von der Gesellschaft anerkannt? Wo verdiene ich viel? Was wirkt von außen gut? Ich hab auch mal mal mit BWL angefangen, weil „Manager“ und „Wirtschaft“ ganz cool klingen, doch ehrlich gesagt, kann ich nicht mal gscheid mich selbst managen. Mir ging’s um eines: Anerkennung. Anerkennung von Außen. Und auch darum das zu tun, was jeder tut. Sonst wäre ich ja schon wieder ein Fehler im System.

 

Was dich wirklich zurück hält

Was mich oft zurück hält, ist Angst. Angst davor, was andere denken könnten.  Angst davor, was alles schief gehen könnte. Was denken die, wenn ich das schreibe? Was denken die, wenn ich um 5:00 morgens auf einer Mauer pose? Was denken die, wenn ich einen Blog starte? Was denken die, wenn ich das studiere? Ganz ehrlich, ich weiß nicht mal, wer mit „die“ gemeint ist. Aber hauptache ich habe Angst davor.

Solche Gedanken haben mich schon oft gebremst und ich habe mich klein gemacht. Wir machen uns oft klein, weil wir uns schön brav an die Regeln halten wollen. Wir machen uns klein, weil wir auf unsere Ängste hören. Wir machen uns klein, weil wir unser Bewusstsein und unsere tieferliegenden Stimmen ignorieren.

Die Kraft in dir

Was will ich wirklich? Das Schokoladenmonster in mir hätte jetzt gern ein Nutellabrötchen. Mjams. Mein tieferliegendes Ich will meiner Mission nachgehen und die Fitnessszene verändern. Mein gestresstes Ich will aufhören, andere zufrieden zu stellen und anfangen, dem wahren Ich mehr Zeit und Aufmerksamkeit schenken.

In uns allen steckt eine Kraft. In uns allen steckt so viel mehr, als wir glauben. Wir alle tragen Mut in uns, den wir sachte und sicher herausholen können. Mit den Techniken des Mentaltrainings, kann man die Kräfte noch mehr entfachen.

Drei Fragen für dich, um deine Ängste zu überwinden:

  • Was ist das Schlimmste, was passieren kann?
  • Was kann ich tun, wenn das Schlimmste eintritt?
  • Was ist das Beste, was mir passieren könnte?
    Oft denken wir nur an das schlimme Szenario. Heute nicht. Hand auf’s Herz – Was erträumst du dir und was wäre tatsächlich das Beste, was passieren kann? 🙂

 

*In Kooperatin mit dem GESU Institut.

Fotos by the best: Julian Koch

 

6 Kommentare
  • Paula
    Kommentiert am 19 Juli um 13:51 Antworten

    Ein wunderbarer Artikel, liebe Klara. Ich habe oft mehr Angst vor möglichen Konsequenzen. Oder vor völlig irrationalen Dingen. Trotzdem hilft es mir, was du schreibst!
    Das Bild macht das Ganze irgendwie richtig „mystisch“ 🙂
    Drücke dich! <3
    Paula
    http://www.laufvernarrt.de

  • Vanessa
    Kommentiert am 20 Juli um 15:32 Antworten

    Tolle Worte!
    Du sprichst ein sehr wichtiges Thema an, wie ich finde!
    Kämpfe in dieser Hinsicht auch sehr oft mit mir.
    Dein Beitrag macht mir wieder ein bisschen mehr Mut 🙂

    Weiter so!
    Das Bild ist auch wirklich schön!

    Alles Liebe,
    Vanessa
    https://vanessasophie.blogspot.co.at/

  • Nina
    Kommentiert am 24 Juli um 11:54 Antworten

    Du hast das wunderbar in Worte gefasst!
    Mir geht es auch oft so – ich will angepasst sein, obwohl das gar nicht meine Art ist. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto öfter sollte man das tun, was man selbst für richtig hält und nicht das, womit man Anerkennung von „Anderen“ bekommt oder wovor man „Angst“ hat – denn was soll schon passieren? Die leute reden meißt sowieso – egal was man tut. Und das nur, weil sie von sich selbst anlenken.

    Vielen Dank für deine tollen Worte!

  • Markus
    Kommentiert am 26 Juli um 06:11 Antworten

    Ist es nicht auch oft so, dass sich am Ende des Tages dann herausstellt, dass all die Angst die wir uns vorher im wahrsten Sinne des Wortes ausgemalt haben nicht in kraft getretten sind?
    Ich denke es zahlt sich aus über diese Schwelle zu steigen und sich neu zu entdecken, Auch wenn man ab und an auf den Mund fällt!

  • Blanca
    Kommentiert am 30 Juli um 20:19 Antworten

    Sehr schön und auch sehr witzig geschrieben! „technisches Wildschwein“ ist echt der Knüller! 😉
    Das Thema Angst beschäftigt mich schon lange und immer wieder. Deine Gedanken dazu machen mir Mut. Ich habe es schon ein paar Mal geschafft, große Ängste zu überwinden und durfte Glücklicherweise immer wieder feststellen, dass sie unbegründet waren. Trotzdem ist es eben immer wieder ein Überwinden. Anstrengend. Aber es lohnt sich.

  • Janina Widhammer
    Kommentiert am 01 August um 18:29 Antworten

    Sehr inspirierender und vor allem motivierender Beitrag 🙂 Gefällt mir! Liebe Grüße von Janina

Schreibe einen Kommentar