7 Schritte, um schlechte Gewohnheiten los zu werden

Im heutigen Beitrag geht es darum, wie du schlechte Gewohnheiten los werden kannst und somit dein Leben wieder ein klein wenig mehr einfacher und positiver gestalten kannst.

Schlechte Gewohnheiten – Wer kennt sie nicht?

Manchmal erscheint es einfach unmöglich. „Ich kann einfach nicht der Schokolade widerstehen.“, „Ich war schon wieder nicht beim Sport.“, „Ich lag wieder viel zu lang im Bett.“, „Ich kann einfach nicht aufhören, ständig…“

Es erscheint unmöglich, diese verflixten, schlechten Angewohnheiten los zu werden. Ich war (und bin) selbst auch in dieser Falle, denn schleppen wir nicht alle etwas Unangenehmes mit uns mit? Grundsätzlich gehe ich sehr gerne früh zu Bett und stehe gern wieder früh auf. Dann kommt dieser unregelmäßige Rythms, der Flug geht schon um 5:50, die Tage sind lang, die Qualität des Schlafes mangelt, innerer Stress und dann kommt auch dieser eigene, innerer Druck, dass die Arbeit auch im Zug oder im Flieger erledigt wird. Ruhe? Fehl am Platz.

Dabei könnte es doch so einfach sein. Wenn ich nach anstrengenden Tagen wieder nach Hause komme, könnte ich direkt ein Nickerchen machen. Zur Ruhe kommen. Aber, nicht immer bin ich so schlau.

Wenn ich erschöpft bin, werde ich raunzig (launisch) und treffe vielleicht nicht die klügsten Entscheidungen. Wenn wir müde sind, wäre das intelligenteste, einfach schlafen zu gehen, oder? Doch wenn wir müde sind und trotzdem weiter machen, verlangt unser Körper vorallem nach eines: Süßigkeiten, Schokolade, ungesundes Zeugs, sprich Kohlenhydrate und Fette = er verlangt nach Energie!

7 Schritte, um schlechte Gewohnheiten los zu werden

  1. Ein Bewusstsein – Was ist überhaupt deine schlechte Gewohnheit?
    Gute & schlechte Gewohnheiten bestimmen unser Leben, denn die meiste Zeit laufen wir mit Autopilot durch’s Leben. Je nachdem, ob diese Gewohnheiten nun gut oder schlecht sind, bringen sie uns weiter nach vorne oder sie halten uns zurück. Meistens fehlt uns einfach nur das Bewusstsein dafür, damit wir merken, dass dies eine Gewohnheit ist.
    Im ersten Schritt müssen wir zunächst ehrlich zu uns selbst sein.
    Ok, ich habe ein Problem mit …„.
    Das Gute ist, dass wir niemals alleine sind. Es gibt immer jemanden, der/die ein ähnliches Problem hatte und wir uns somit gegenseitit unterstützen können.
  2. Verstehe, wie (schlechte) Gewohnheiten überhaupt funktionieren.
    Das habe ich auch schon in diesem Post genauer erklärt.
    a) Trigger/Auslöser – Irgendetwas triggert uns (ich komme nach Hause, bin müde, suche nach Energie) und dann startet auch schon der Kreislauf der Gewohnheit. Ein Tripper kann alles mögliche sein. Ein Gefühl, ein Geräusch oder etwas, was wir sehen. Manchmal ist es einfacher und manchmal ist es schwerer diesen zu identifizieren.
    b) Das Verhalten – Hier kommt die eigentliche Aktion (ungesundes Zeugs naschen, Rauchen, etwas aufschieben usw.). Normalerweise glauben wir, dass unser Verhalten, die Angewohnheit ist. Doch es ist nur die Antwort auf den ursprünglichen Trigger.
    c) Die Belohnung – Es hat einen Grund, warum dies zur Gewohnheit wurde. Durch die Belohnung, fühlen wir uns (kurzeitig) besser. Beispiele: Die Schokolade schmeckt gut. Wenn wir Dinge aufschieben, müssen wir sie nicht gleich erledigen. Zigaretten/Alkohol können ein Gefühl auslösen und uns etwas vergessen lassen usw.
    Kurz fühlen wir uns gut, allerdings gibt’s die Rechnung dafür später. Um deinen Trigger zu finden, kannst du dir folgende Frage stellen:
    Wann bekommst du das Verlangen nach der Belohnung, deiner schlechten Gewohnheiten?
  3. Was möchtest du stattdessen?
    Unsere schlechte Angewohnheit ist uns bewusst. Wir haben uns eingestanden, dass uns etwas zurück hält und verstehen, wie die schlechten Gewohnheiten funktionieren. Nun denken wir daran, was wir stattdessen gerne hätten.
    – Ich möchte zur Ruhe kommen und ich möchte auch mit mir zufrieden sein und das ok finden, dass ich mich jetzt ausruhe. (*Der Ursprung hat also eigentlich psychologische Gründe, doch wenn es öfters passiert, kann es zu schlechten Gewohnheit werden).
    – Ich möchte mein Unwohlsein auf eine andere Art, statt Zigaretten, ausgleichen.
    – Ich möchte mehr schlafen und Sonnenlicht tanken, anstatt zu viel Kaffee zu trinken.Hierbei ist es wichtig, dass wir uns wirklich (bildlich) im Kopf vorstellen, was wir in Zukunft sehen und fühlen wollen. Wir streben immer nach einem bestimmten Gefühl, welches uns die Belohnung, der Gewohnheit gibt. Man hängt leicht an der alten Gewohnheit fest, wenn man nur an das Problem denkt. Was möchtest du stattdessen?
  4. Die alte Gewohnheit durch eine neue Gewohnheit ersetzen.
    Es ist sehr schwer, ja fast unmöglich, alte, schlechte Gewohnheiten los zu werden – es sei denn, wir ersetzen sie mit einer neuen. In diesem Fall lassen wir den Trigger und die Belohnung gleich, nur die Aktion, die schlechte Handlung, wird ersetzt.
    Beispiel Naschen:
    a) Trigger: Ich bin müde, komme nach anstrengenden Tagen nach Hause, sollte noch etwas erledigen, brauche Energie.
    b) Handlung: Ich denke an (ungesundes) Essen/Naschereien, was ein schönes Gefühl auslösen und Energie liefern.
    c) Belohnung: Ich fühle mich besser, bin weniger müde. Glückshormone.Nun lassen wir den Trigger und die Belohnung gleich. Statt zu Naschereien zu greifen, lege ich mich ins Bett, schaue eine Serie auf Netflix oder lege mich hin und wache entspannt und ruhig auf.
    Statt den morgendlichen Kaffee, können wir das durch warmen Tee mit Zitrone ersetzen.
    Lass dir etwas Neues einfallen, was dir wirklich auch langfristig gut tut.
  5. Messe deinen Fortschritt
    Es ist schwer, ja. Motiviert können wir dadurch bleiben, indem wir uns auch unseren Fortschritt bewusst machen. „Yej, die letzten Male hat das super geklappt!“ – Es ist vor allem wichtig, sich dies in Erinnerung zu halten, falls man mal einen kleinen Ausrutscher hat (was absolut menschlich ist).
  6. Suche nach Hilfe
    Es gibt Life Coaches, Personal Trainer, Forums, Bücher, Freunde usw. Manchmal hilft es auch schon, sein Ziel mal konkret auszusprechen und es mit anderen zu teilen. Ein Coach oder ein Freund kann uns dabei helfen, dass wir unser Vorhaben auch wirklich durchziehen und nicht nur groß darüber reden.
  7. Konsequent bleiben
    Es wird Rückschläge geben, es ist nicht immer einfach, es ist schwer. Es dauert bis zu 70 Tage, bis wir alte Gewohnheiten los geworden sind und deshalb sind vor allem auch Geduld und Konsequenz gefragt. Durchhalten, nach kleinen Patzern wieder austehen, draus lernen und weiter machen und konsequent bleiben. 🙂

Da du nun ein Bewusstsein dafür entwickeln kannst, bin ich mir sicher, dass du das schaffen kannst. Es dauert vielleicht ein wenig und es ist nicht immer ganz einfach, doch es ist definitv möglich! 🙂

8 Kommentare
  • Christina
    Kommentiert am 08 März um 11:00 Antworten

    Danke für die vielen, tollen Tipps. Ich werde gleich versuchen das ein bisschen anzuwenden.

    Alles Liebe, Christina

  • Kathrin
    Kommentiert am 11 März um 08:12 Antworten

    Interessanter Post. Danke für die Tipps!
    Kannst du zu dem Thema vielleicht auch Bücher empfehlen? Würde mich freuen! 🙂
    Wünsche dir ein schönes Wochenende und eine schöne Zeit in Oslo! LG

    • Klara Fuchs
      Kommentiert am 15 März um 15:51 Antworten

      Hi Kathrin,
      danke für deinen netten Kommentar. Ich habe das Buch „The power of habit“ gelesen, das Buch „Push“ von Chalene Johnson oder auch der Blog von Michael Hyatt (www.michaelhyatt.com) ist zu diesem Thema sehr gut. 🙂
      LG, Klara

      • Kathrin
        Kommentiert am 18 März um 07:24 Antworten

        Super! Vielen Dank für die Empfehlungen! 🙂

  • Claudia Höglinger
    Kommentiert am 14 März um 18:40 Antworten

    Danke für die Tips ich finde deinen Blog wirklich toll! 🙂
    Mir selber fällt es ja auch immer sehr schwer, der Schokolade zu wiederstehen. Vor kurzem viel mir auf, dass ich in letzter Zeit keinen Tag hatte, wo ich nicht irgendwelche Nascherei hatte. Deswegen nahm ich mir in der Fastenzeit vorher, mich bewusster zu ernähren. Dieser Post über Gewohnheit hilft mir da wirklich weiter, danke 🙂 LG

    • Klara Fuchs
      Kommentiert am 15 März um 15:55 Antworten

      Hi Claudia, vielen Dank für deine netten Worte. Ja, es ist auch für mich oft schwer, doch toll, wenn du dir das für die Fastenzeit vornimmst. Das schaffst du bestimmt! Alles Liebe, Klara

  • Christina
    Kommentiert am 15 Juli um 10:05 Antworten

    Hallo Klara. Vielen Dank für den Beitrag! Da ist viel Wahrheit dran! Überhaupt ist die Achtsamkeit beziehungsweise sich erst einmal über etwas bewusst zu werden der erste Schritt zur Besserung. Leider sind wir oft sehr ungeduldig mit uns selbst und verurteilen uns für jedes in unseren Augen „Fehlverhalten“. Ich bin übrigens auf Pinterest auf deine tollen Posta gestoßen und echt ein kleiner Fan :-). Auch ich veröffentliche auf meinem Blog Happy Dings unter https://happydings.net/category/leben/ regelmäßig Beiträge zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Achtsamkeit und Selbstwert. Vielleicht ist ja der ein oder andere Artikel auch für Dich interessant. Würde mich sehr freuen, wenn Du mal bei mir vorbeischaust. Liebe Grüße Christina

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