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Interview Sport

Volleyball Profispieler Clemens Doppler und Alexander Horst im Interview

Hallo meine Lieben! Ich hoffe euch geht es gut! 🙂
Heute habe ich wieder ein neues Interview für euch und zwar traf ich die beiden Profi-Volleyballspieler Clemens Doppler und Alexander Horst. Seit 2012 spielen sie als Team zusammen, sie waren bei den olympischen Spielen in Rio mit dabei und zählen zu den besten ihrer Sportart. Seid gespannt, was sie zu erzählen haben! 🙂

Interview mit Alexander Horst und Clemens Doppler

Was macht euch als Team stark?

Alexander: Wir spielen beide schon sehr lange Volleyball und haben uns dann vor 6 Jahren zusammen getan, weil wir die besten Spieler waren. Wir kennen uns auch schon sehr lange, denn wir haben auch früher schon gegeneinander oder miteinander gespielt.
Clemens: Wir ergänzen uns durch vor allem durch seine Heißblütigkeit und meine Diplomatie. Doch wir sind uns beide auch sehr ähnlich und Alphatiere. Da wir beide schon so lange dabei sind, wissen wir auch, wie der Hase läuft. Der wichtigste Faktor wäre wohl, dass wenn wir besser werden wollen, müssen wir mehr und besser trainieren als alle anderen. Die Erfolge der letzten Jahre haben wir uns hart erarbeitet und wir trainieren auch mit den besten Teams der Welt.

„Wir wussten schon immer, dass wir viel investieren mussten. Wir haben viel Geld in Trainer, Physiotherapheuten und in Trainingslager investiert, denn wenn man ein gutes Umfeld hat und mit tollen Teams trainiert, dann wird man besser.“ – Clemens Doppler.

Gibt’s auch mal Schwierigkeiten im Team?

Clemens: Manchmal versuch ich den Alex ein bisschen zu bremsen, damit er nicht zu viel in kurzer Zeit will, doch das kann manchmal auch was Gutes sein. Es ist ein tägliches lernen und ich bin sowieso der Meinung, dass man nie auslernt. Wenn man nur zu zweit ist, kann man nicht ausgewechselt werden, und man ist immer sich selbst und dem Spielpartner überlassen. Allerdings sind wir auch gar nicht so unterschiedlich, wenn’s mal kracht, dann kracht’s, aber dafür reden wir das in kürzester Zeit wieder aus.
Alex: Im Match hat man natürlich keine Zeit zum Reden. Wir haben aber beide das gleiche Ziel und kennen uns schon so lang und wissen, ob es einfach nur eine Überreaktion war, oder es wirklich ernst gemeint ist.

Was macht ihr kurz vor dem Wettkampf?

Clemens: Jeder Sportler wohl so kleine Ticks oder Routinen, doch je länger man dabei ist, desto weniger nervös wird man. Natürlich sind wir aufgeregt, doch das ist auch etwas Gutes, denn does erhöht die Konzentration. Wir besprechen die Taktik, wärmen gleich auf und wir beide haben den gleichen Tick – wir müssen mindestens 5x vor dem Match auf’s Klo (lacht).

Arbeitet ihr mit Mentaltrainer oder Sportpsychologen zusammen?

Alexander: Wir haben einen Sportpsychologen verstärkt vor Rio genützt, für ganz unterschiedliche Sachen. Wir haben es eher Team intern genützt, für Kommunikationssachen zum Beispiel, denn wenn man so viel Zeit miteinander verbringt, ist es wichtig, dass die Kommunikation und das Team steht.
Clemens: Wettkampfspezifische Sachen haben wir auch ein bisschen besprochen, doch wir beide sind fertige Spieler, für uns geht’s eher um’s Team und um die Kommunikation. Die anderen Dinge sind vermutlich wichtiger, wenn man jung ist und alles noch so neu ist. Bei uns geht’s eher darum, wie man Konflikte in kürzester Zeit lösen kann und um die Stärkung des Teams.

Was ist das beste für euch am Sport?

Clemens: Für mich ist es der beste Sport! Man reist sehr viel, denn dort wo andere Urlaub machen, dort arbeiten wir. Dafür gibt’s auch viele Entbehrugen, denn viel unterwegs sein bedeutet auch, dass man die Familie nicht so oft sieht.

Gibt es etwas, was ihr jeden Tag tun müsst?

Alex: Kaffee trinken. Sehr viel Kaffee trinken (lacht).

Habt ihr Erfolgstipps für uns?

Clemens: Wenn man einen starken Willen hat, ist das gut, doch trotzdem muss man mehr tun. Viele geben viel zu schnell auf. Es ist ganz normal, dass etwas nicht gleich funktioniert und man das wieder und wieder probieren muss. Wenn es nicht so wäre, dann gäbe es auch viel zu viele Weltmeister. Doch wie gesagt; durchhalten und nach Niederlagen wieder aufstehen und hart dafür arbeiten.
Alex: Dem gibt’s nichts mehr hinzuzufügen.

Stellt euch vor, ihr habt alles erreicht, was ihr erreichen wollt. Allerdings wird das alles gelöscht und niemand kennt euren Namen oder eure Erfolge, außer ihr selbst. Was sind eure wichtigste Message, die ihr auf ein leeres Blatt Papier schreiben würdet und somit euren Kindern, Enkelkindern und anderen Menschen weiter gebt?

Alexander: Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen.
Clemens: Alles kommt im Leben zurück. Geduld ist eine der wichtigsten Tugenden.

Interview Sport

Interview mit Andi Goldberger / Erfolgstipps & Mentale Stärke

Andi Goldberger Interview

Halli Hallo meine Lieben! Ich hoffe euch geht’s super. 🙂
Letzte Woche war ich in Fuschl und dort habe ich unter anderem den ehemaligen Profi-Skispringer Andi Goldberger getroffen. Er wird ebenfalls beim Wings for Life World Run mitlaufen und war gleich so lieb und hat mir ein paar Fragen beantwortet.

Andreas Goldberger zählt zu den erfolgreichsten und bekanntesten Skispringern. Er hat unter anderem dreimal die Vierschanzentournee gewonnen, sich Weltmeistertitel geholt und Medaillen bei den Olympischen Spielen gewonnen. Mittlerweile ist er Kommentator beim ORF und ebenfalls Botschafter für den Wings for Life World Run. Persönlich kann ich sagen, dass er wirklich so sympathisch ist, wie er im Fernseher rüber kommt. 🙂

Andi, was war deine größte Motivation und was hat dich an den Skisprungsport gefesselt?

Mich hat der Sport immer so fasziniert, man fliegt wie ein Vogel zu fliegen und das ohne künstlichen Antrieb. „In der Luft sein“, das hat mir immer am meisten getaugt. Gerade am Anfang war aber vor allem meine Freude am Sport meine größte Motivation. Dieser Sport, das Fliegen, hat mich einfach begeistert. Mit der Zeit sind dann auch die ersten Erfolge gekommen und die haben natürlich auch zur Motivation beigetragen, doch schlussendlich, stehen die Freude und die Begeisterung im Vordergrund.

„In da Luft sein, des hat ma immer am meisten getaugt!“ – Andi Goldberger.

Was hat dich so erfolgreich gemacht?

Ich wollte es einfach unbedingt machen – die Freude stand im Vordergrund! Du wirst nie erfolgreich sein, wenn du keinen Spaß daran hast. Mit der Zeit hatte ich auch Ziele, doch ich wollte einfach gut sein. Zudem habe ich einen starken Kopf und habe das, was ich wollte auch durchgezogen.

Wie bist du im Kopf stärker geworden, was hat dich mental gestärkt?

Ich hatte auch Mentaltraining und habe viel im Bereich Konzentration und Visualisierung gearbeitet, doch schlussendlich finde ich, dass der beste Mentaltrainer, der eigene Erfolg ist. Wenn der Erfolg eintrifft, weißt du nämlich, dass du es gut gemacht hast. Man braucht nämlich auch das Training, diese tägliche, harte Arbeit, denn diese gibt dir Selbstvertrauen für den Wettkampf. Es stärkt das Selbstbewusstsein beim Wettkampf, wenn du weißt, dass du vorher in die Arbeit und die Zeit investiert hast. Schlussendlich ist für einen Sportler nämlich das wichtigste am Tag X, wenn der Wettkampf da ist, auch voll da zu sein und die Leistung abrufen zu können.

Wie hast du mental trainiert und was hat dir dabei geholfen?

Ich habe zum einen Konzentrationsübungen gemacht und zum anderen bin ich ein sehr visueller Typ. Die Erklärungen habe ich oft nicht verstanden, doch wenn ich’s vor meinen Augen gesehen habe, dann habe ich auch gewusst, wie ich es umsetzen kann. Aus diesem Grund habe ich viel visualisiert, sprich, ich habe mir im Kopf alles vorgestellt, zum Beispiel, wie der Sprung aussehen soll und wie es sich anfühlt.

Was war deine größte Hürde und was hast du daraus gelernt?

Ich der Sportlerkarriere gibt es wohl nichts schlimmeres, als Verletzungen. Man wird dazu verurteilt, einfach mal nichts zu tun. Allerdings können Verletzungen auch etwas Gutes mit sich bringen. Der Körper braucht Erholung und man wird zur Ruhe gewungen und lernt geduldig zu sein. Zudem kann ich mich in der Zeit etwas anderem widmen und in dieser Zeit einfach verstärkt im mentalen Bereich gearbeitet. Dadurch bin ich technisch sogar besser geworden, denn ich habe viel visualisiert und dadurch meine Technik verbessert. Es gibt eigentlich nichts Schlechtes, was nicht auch irgendetwas Gutes mit sich bringt.

„Es gibt nichts schlechtes, was auch nicht etwas Gutes mit sich bringt.“

Hast du auch Tipps für junge Menschen?

Ihr braucht ein Ziel, eine Aufgabe. Doch ganz egal, ob man sportlich oder beruflich viel erreichen will, wenn man es nicht gern tut, dann hat es wenig Sinn und man wird nie richtig richtig gut werden. Zudem ist es wichtig zu lernen, wie man mit Rückschläge umgeht. Es gehört zum Leben dazu, dass man auch mal auf die Nase fällt. Doch wie gesagt, das wichtigste ist, dass man „a Gaude hat“, wenn man auf ein Ziel hinarbeitet. 🙂

 

Begeisterung, Freude, Leidenschaft – Andi Goldberger ist nicht der erste, der das zu mir gesagt hat. Der eigene innere Antrieb ist immer der beste und wenn Herzblut da ist, wird der Erfolg früher oder später kommen. Wie siehst du das? Was begeistert dich? 🙂

 

Andi Goldberger Interview Fitnessblog

Interview Kooperation Sport

Interview mit Alexandra Meissnitzer / Skitag in Flachau

Skitag in Flachau

Halli Hallo meine Lieben! 🙂
Vor kurzem war ich auf Entdeckungstour in Flachau, im wunderschönen SalzbugerLand. Ich traf dort auf Bloggerkollegin und Sportwissenschafterin Susi vom Blog Berhasen und gemeinsam machten wir uns auf Entdeckungstour im Skigebiet Flachau, Heimatstätte des berühmten Skiläufers Hermann Maier.

Dies geschieht im Rahmen eines Projektes, genannt „Meisis Reise durch’s Salzburgerland.“ Alexandra Meissnitzer, Weltmeisterin, Olympiamedaillen Gewinnerin und ORF-Moderatorin, war ebenfalls schon auf Entdeckungstour im Salzburgerland und ich durfte vor ein paar Wochen mit ihr sprechen. Sie war so lieb und hat mir ein paar Fragen beantwortet, die ich hier mit euch teilen möchte.

Interview mit Alexandra Meissnitzer

Alexandra, was hat dich am Skisport gefesselt und warum wolltest du Ski-Rennläuferin werden?

Ich habe mich einfach sehr für diesen Sport begeistert! In meiner Kindheit gab es nichts, was ich lieber machen wollte als Ski Fahren. Ich habe sehr früh damit begonnen, aber wusste nicht so ganz, wo das hinführen würde. Doch wenn man mit so viel Begeisterung dabei ist, dann kann etwas Großes entstehen. Mit 14/15 Jahren wusste ich dann, dass ich den Sport professionell ausüben möchte, denn wenn man etwas gern tut, dann wird man darin auch gut. Mit 16 hatte ich auch nie das Bedürfniss viel Party zu machen, denn der Sport gibt mir so viel mehr. Ich erlebte dadurch so viele Sachen, die mich glücklicher machen, als eine lange Disconacht. Ein weiterer Erfolgsfaktor war wohl auch, dass ich glücklicherweise im Jugendalter so ziemlich verletzungsfrei blieb.

„Man kann ruhig hohe Ziele haben, denn dann ist man auch bereit, mehr zu geben.“ – Alexandra Meissnitzer

Was war deine größte Hürde und deine größte Herausforderung?

Wie auch bei anderen, gab es auch bei mir Zeiten, wo einfach nichts geht. Vor allem nach meiner Knieverletzung wusste ich nicht, ob oder wie es weiter gehen würde. Ich trainierte viel weniger als alle anderen und doch sollte ich dann selbstbewusst am Start stehen und ein super Resultat bringen. Es ist hart, wenn du weißt, dass du nur ein Drittel von dem Umfang, was alle anderen trainiert haben, gemacht hast. Allerdings habe ich dadurch auch viel mitgenommen. Nun weiß ich, dass ich mich auf mich selbst verlassen kann, wenn es hart auf hart kommt. Dies nutze ich auch heute noch, wenn ich mal sehr viele Termine und lange Moderationen habe. Ich weiß, dass ich es schaffe, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Was hat dir dabei geholfen und wie gehst du mit den Druck um?

Ich mache sehr viel im energetischen Bereich, doch ich finde es ist auch wichtig zu wissen, dass wir alle ganz verschieden sind und das individuell zu betrachten ist. Manche brauchen vielleich einen Mental Trainer, andere wiederum brauchen einen (Sport-)Psychologen. Wichtig ist nur, dass du deinen Weg findest und das tust, was du selbst brauchst, denn wenn man oben am Start steht und wenn es womöglich um die Olympia Medaille geht, kann man sich das nicht leisten, nicht alles zu geben und voll da zu sein. Man muss eine Methode finden, damit man lernt, mit den eigenen Schwierigkeiten umzugehen.

Nervosität ist auch etwas ganz normales, sowie Prüfungsangst. Allerdings darf man nicht dagegen ankämpfen, man muss es einfach nur zulassen. Es wird nämlich erst dann zum Problem, wenn wir verkrampft dagegen ankämpfen. Nervosität sollte mich nicht davon abhalten, eine gute Leistung zu bringen, sondern bereitet mich darauf vor.

Was ist deine persönliche Methode dafür?

Wie gesagt mache ich viel im energetischen Bereich und nachdem ich viel ausprobiert habe, habe ich Qigong für mich gefunden. Ich mache das jeden Tag in der früh, auch wenn es nur 5 Minuten sind, doch ich brauche das, um mich ausgeglichener zu fühlen und es tut meinem allgemeinen Wohlbefinden gut.
Ich bin von Haus aus eine Denkerin und deshalb ist es nichts für mich, wenn ich mir Matras oder sonstige Sätze vor dem Rennen einprägen würde. Das ist zu viel. Mich muss man nicht pushen, ich versuche eher runter zu kommen und dabei helfen mir Meditations- und Konzentrationsübungen.

Was sind deine top 3 Gewohnheiten?

Ich bin von Natur aus eine Frühaufsteherin, das würde ich als gute Gewohnheit bezeichnen. Zudem bin ich sehr konsequent und ich bin ein sehr positiver Mensch. Ich gehe generell vom Guten aus, denn auch die eigene Wortwohl ist sehr wichtig. Diejenigen, die viel schimpfen, senden sich selbst nichts Gutes.

Was macht dich als Gewinnerin aus und welche Tipps hast du für uns?

Ich muss schon sagen, dass ich auch ein gewisses Talent für den Sport mitbekommen habe. Man muss sich natürlich auch alles erarbeiten, doch es hilft, wenn ein gewisses Talent vorhanden ist. Anschließend kommen dann der Ehrgeiz und die Disziplin. Zudem halte ich nicht viel von dem Spruch „weniger ist mehr“. Mein Motto lautet eher: „Mehr ist mehr!

Wenn ich etwas erreichen will, dann muss ich auch viel tun, mehr als alle anderen. Es gibt Zeiten, da muss man einfach sehr hart zu sich selbst sein. Jeder hat seinen eigenen Rucksack zu tragen und jeder hat mal Schwierigkeiten. Ich versuche diese Hürden als Phase zu sehen, denn auch wenn es mal nicht so gut ist, so wird es wieder besser werden.

Meine Tipps: Man braucht einfach eine gewisse Ausdauer und viel Durchhaltevermögen. Die Disziplin ist gefragt, aber auch das eigene Bauchgefühl. Nur weil das für mich so passt, bedeutet das nicht, dass dies auch die richtige Methode für dich ist. Da muss man lernen auf sich selbst zu vertrauen.

„Mehr ist mehr. Es gibt Zeiten, da muss man einfach sehr hart zu sich selbst sein.“ – Alex Meissnitzer

 

*In Kooperation mit dem SalzburgerLand.

 

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Interview Selbstvertrauen & Motivation

Boxweltmeisterin Christina Hammer im Interview

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ISPO Gold Award Winner – Anita Active

Halli Hallo meine Lieben! 🙂
Als ich am Sonntag auf der ISPO beim Anita Stand war, war auch die Boxweltmeisterin Christina Hammer vor Ort, da wir beide mit ANITA ACTIVE zusammen arbeiten. Es hat total viel Spaß gemacht, denn ich bekam nicht nur ein paar Boxtipps, ich durfte ihr auch ein paar Fragen stellen. Wie denkt eine Weltmeisterin in diesem männerdominierten Sport? Es geht um die Themen mentales Training, Vorbereitung für einen Wettkampf und Fokus. 🙂

Boxweltmeisterin Christina Hammer im Interview

Mit 13 hat sie mit dem Boxen begonnen, inspiriert wurde Christina Hammer nämlich durch ihre beiden Onkels, die damals hobbymäßig boxten. Als ehrgeiziger Wettkampftyp wurde sie von dem abwechslungsreichen Training gefesselt. „Ich wurde verrückt nach dem Training! Dann wollte ich kämpfen, um mich messen zu können.“ – Christina Hammer.

Christina, woher kommt dein Ehrgeiz?
Christina Hammer: Inspiriert wurde ich damals von meinen Onkels und ich wurde gleich richtig gefesselt. Boxen ist meine aller größte Leidenschaft und wenn ich nicht trainieren kann, dann ist das wie eine Strafe für mich. Mit 16 wurde ich dann deutsche Meisterin und dann hat mich natürlich noch mehr der Ehrgeiz gepackt. Zudem wurde ich auch so erzogen, dass wenn ich etwas haben möchte, dann muss ich dafür arbeiten.

Mit 18 Jahren wurde Christina von ihrem jetzigen Trainer entdeckt und ihr Potential erkannt.  „Ich bin zwar in einer Kleinstadt aufgewachsen, doch mit 18 entschied ich mich dafür Profiboxerin zu werden und zog von zuhause weg. Ganz mit dem Motto ‚Ich pack das jetzt an!‘. Es war natürlich nicht ganz einfach am Anfang, doch ich wusste auch, dass ich das schaffen kann, wenn ich es durchziehe.“

Was war deine größte Challenge?
Jeder Kampf ist eine große Herausforderung. In den 8 Wochen der Vorbereitung verzichte ich auf sehr viel. Die Ernährung muss passen, ich trainiere 2x täglich und es ist viel Disziplin gefordert. Vor allem beim letzten Wettkampf lastete ein großer Druck auf mir. Ich, als WBO-Weltmeisterin traf auf die WBC-Weltmeisterin. Es ging darum beide Titel für sich zu gewinnen, was ich schlussendlich auch schaffte. Ich kann gut mit Druck umgehen.

Wie schaffst du es dann mit diesem Druck umzugehen?
Ich versuche es positiv zu sehen und Spaß an der Sache zu kommen. Die Leute kommen schließlich auch wegen mir und wollen mich sehen. Ich nutze den Druck als Motivation und will Spaß haben.

Was ist das schwierigste während solch einer Vorbereitung?
Der Verzicht auf Schokolade (lacht).  In diesen 8 Wochen achte ich noch bewusster auf die Ernährung, denn um das Wettkampfgewicht zu erreichen, nehme ich 3 kg ab. Da bin ich streng, tracke meine Ernährung in einer App und statt Schokolade versuche ich irgendwie anders zu finden wie z.B. süße Protein Pancakes. Zudem ziehe ich mich da auch sehr zurück, denn alles andere nimmt zu viel Energie. Ich esse, trainiere und schlafe (lacht).

Was macht dir bei der Vorbereitung am meisten Spaß?
Am meisten Spaß an der Vorbereitung macht die stetige  Verbesserung. Es ist motivierend, wenn man den Fortschritt sieht und sicherer und besser wird. Der Tank füllt sich sozusagen. .

„Wenn du ein Champion sein möchtest, musst du auch so denken.“ – Christina Hammer

 

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Wie hälstst du dich mental fit?
Dies ist auch wieder eine Art von Training. Ich halte mich von negativen Dingen fern und lese z.B. kaum Artikel über mich. Ich achte bewusst darauf, mit wem ich mich umgebe und wer und was in meinem Umfeld sind.

Was unterscheidet dich, als Weltmeisterin, von anderen, die es nicht so weit schaffen?
Die Disziplin ist eine sehr sehr große Sache. Ich trinke keinen Alkohol, ich rauche nicht und achte auf meine Ernährung. Wenn du ein Champion sein möchtest, dann musst du auch so leben.

Und wie denkt eine Weltmeisterin?
Ich denke sehr positiv und versuche gut gelaunt zu sein., Ich versuche mich an vergangen, negativen Sachen nicht fest zu beißen sondern versuche das locker zu sehen. Ich bin zwar ein ungeduldiger Mensch, doch lerne geduldig zu sein. Auch wenn ich es heute nicht schaffen kann, so klappt es vielleicht mogen.

Was denkst du dir direkt vor dem Wettkampf?
Alle die mich kennen, kennen mich als nette und liebe Christina, doch während dem Wettkampf, bin ich in ganz einem anderen „Beastmodus“. Da fokussiere ich mich nur noch auf den Kampf, schalte einen Tunnelblick ein, denn ich weiß, heute ist der Tag. Heute zeige ich, was ich kann. Da gebe ich dann alles und ich denke mir „Ich werde gewinnen“, es gibt keine andere Option außer den Sieg! Wenn ich an mich glaube, dann können das andere auch tun. Denn wenn ich es nicht tue, wer soll es denn dann tun?

„Ich werde gewinnen, es gibt keine andere Option!“ – Christina Hammer

Woher kam die Idee zu deiner Fitnessdvd?
Boxen ist eine neue Trendsportart und viele fragen mich die ganze Zeit, wie man so fit werden kann. Mit der DVD möchte ich meine Leidenschaft teilen und eine Anleitung bieten, damit alle fit werden können. Man braucht dazu weder ein Fitnessstudio, noch einen Boxsack. Hier gibt’s die DVD: Christina Hammer Fitness DVD HIER

Du bist schon lange das Gesicht für ANITA Active. Was magst du an den Sport BH’s?
Sie geben mir einfach den nötigen Halt. Wenn ich so viel trainiere, ist es natürlich wichtig, dass ich einen sehr guten Sport-BH trage und die Anita Sport-BH’s bieten mir diesen Halt, sehen super aus und alles hält bombenfest.

Hast du auch Tipps an junge Mädels/junge Athleten?
Auf alle Fälle nicht sscheu sein. Traut euch einfach die Sachen selbst in die Hand zu nehmen und gewisse Dinge auch alleine durchzuziehen. Ich bin dadurch selbstbewusst geworden, indem ich mich einfach auf mich selbst verlassen habe und mich mehr getraut habe. Da ich auch ungeduldig bin, möchte ich nicht warten, ich mach das einfach.

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Interview Sport

2 Tipps von Olympiasieger Benjamin Raich

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2 Tipps von Olympiasieger und Skistar Benjamin Raich

Hallo meine Lieben! Ich hoffe euch geht’s gut! 🙂
Nach ein paar aufregenden Tagen in Stockholm war es schön, einen Tag Zuhause zu sein. Ich brauchte ein wenig Zeit für mich, zum Umpacken und Wäsche waschen, denn heute geht’s schon wieder weiter nach Rosenheim. Morgen bin ich nämlich bei der Sportmesse ISPO in München. Darauf freue ich mich schon sehr! 🙂

Letzte Woche war ich mit Schöffel beim Nachtslalom in Schladming und da hatten wir auch die Möglichkeit Benjamin Raich zu treffen. Neugierig wie ich bin, bekam er naürlich ein paar Fragen von mir gestellt und zwei davon, möchte ich mit euch teilen. Es macht immer so viel Spaß von den Besten lernen zu dürfen, man kann immer so viel für sich selbst mitnehmen finde ich! :-))

2 Fragen an Benjamin Raich:

Wie bleibst du motiviert bzw. was hast du in anstrengenden (Trainings-)Phasen gemacht, wenn’s mal nicht so gut lief?

Benjamin Raich: Ich hatte mal eine Phase, da fädelte ich einfach immer ein. Ich fiel oft aufgrund eines blöden Fehlers aus und wusste zunächst nicht weiter. Es war einfach ärgerlich und ich musste einfach eine Lösung finden. Viele trainieren dann oft krampfhaft mehr, doch ich schaltete in diesem Moment einfach ein wenig zurück und versuchte mich mal auf etwas ganz anders zu konzentireren. Ich ging klettern, habe weniger ans Ski Fahren gedacht, weniger im Schnee trainiert und dafür andere Dinge gemacht. Beim nächsten Rennen habe ich dann gewonnen! Du darsft nicht das Problem sehen, sondern umdenken und lieber nach Lösungen suchen.

Was denkst du dir am Start, direkt vor dem Rennen? Ist man da nicht total nervös, wenn Medien, Team, Konkurenz und alle zusehen?

In diesem Moment, kurz bevor es los geht, denke ich einfach nur noch an mich und an was ich kann. Ich blende alles andere aus und denke an meine eigenen Stärken. Auch eine gute Vorbereitung ist wichtig, denn wenn ich weiß, dass ich gut vorbereitet bin, dann habe ich auch mehr Selbstvertrauen vor einem Rennen. Ähnlich auch wie bei Prüfungen – wenn du brav lernst, kannst du dir weniger Sorgern machen und stressfrei die Prüfung schreiben.

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Allgemein Interview Sport

Karate Weltmeisterin Alisa Buchinger im Interview

Alisa Buchinger - Karate Weltmeisterin im Interview

Alisa Buchinger - Karate Weltmeisterin im InterviewAlisa Buchinger - Karate Weltmeisterin im InterviewFotos by Wimmer Frank

Redbull Athletin und Karate Weltmeisterin Alisa Buchinger im Gespräch über Gewinnergedanken, Zielsetzung, Druck und ihre größte Challenge.

Hi meine Lieben! ☺
Im Dezember hatte ich die Möglichkeit die Red Bull Athletin und Karateweltmeisterin Alisa Buchinger zu interviewen. Ich war in Salzburg, im großen Trainingszentrum, und traf Alisa zu einem tollen Gespräch. Viel Spaß beim Lesen und hoffentlich werdet ihr genauso inspiriert wie ich. ☺

Alisa Buchinger erzählt uns viel über ihre größte Challenge, über die Wichtigkeit von ihrem mentalen Training, wie sie ihren Fokus aufrecht erhält und ihre Erfolgsfaktoren, die bis zum Weltmeistertitel geführt haben.

Alisa, wer hat dich in deiner Kindheit am meisten beeinflusst und inspiriert?
Alisa Buchinger: Am meisten beeinflusst hat mich bestimmt meine Mama. Wenn es mal nicht so gut lief, so hat sie mir immer gut zugesprochen und mich unterstützt. Doch auch mein Trainer spielte eine wichtige Rolle für mich, denn er war wie ein zweiter Vater. Er hat mit mir alles durchlebt, er kennt mich wie eine zweite Tochter und zudem hat er mich auch immer inspiriert.

Wie wichtig ist es für dich einen guten Trainer zu haben?
Es ist ziemlich schwierig weiter zu kommen, wenn man keine Leitfigur hat, schließlich brauche ich jemanden, der mich fordert und der mir neue Sachen beibringt. Ich habe es schon bei anderen Athleten gesehen, dass deren Trainer aufgehört hat und sie anschließend Schwierigkeiten hatten. Ein Trainer hilft dir einfach auf deinen Weg, denn es ist schwer, wenn man sich da alleine durchschlagen soll.

Was würdest du als deine bisher größte Challenge bezeichnen?
Es gibt etwas, was ich definitiv auf die harte Tour lernen musste. Ich bin sehr ehrgeizig, fast schon überehrgeizig, und sah früher alles sehr verkrampft. Das Essen wurde genau abgewogen, sehr viel Training, kaum Ruhe, kein Ausgleich und dadurch ging ich über meinen Schmerz, hörte nicht auf meinen Körper und es kam, wie es kommen musste – Ich erlitt einen Ermüdungs- und Mangelbruch im Mittelfußknochen und musste eine Zwangspause einlegen. Vor den Wettkämpfen, wo ich oft viel abnehmen musste, habe ich die letzten Tage kaum gegessen und getrunken, dass mir auch noch ein Vitaminmangel und schlechte Blutwerte zu kämpfen gaben.

4 Monate musste Alisa anschließend Pause machen, bis sie wieder langsam mit dem Training beginnen konnte. Der Körper sagte Schluss, doch diese Phase hatte auch etwas Gutes. Sie spricht darüber auch im dazugehörigen Video. Du findest es hier.

Was hast du aus dieser Zeit gelernt und mitgenommen?
Hätte ich nicht über die Verletzung weiter trainiert, wäre es wohl nicht so schlimm gewesen. Ich musste einfach auf die harte Tour lernen, dass der Körper auch Ruhe braucht und dass ich nicht alles so verkrampft sehen darf. Das Schwerste allerdings war, dass ich dafür selbst Schuld trug und mir das alles eingestehen musste. Meine Trainer, Freunde und andere Sportler hatten mir einen Ausgleich und Pausen geraten, doch ich habe nicht auf sie gehört, bis es einfach zu spät war. Nun weiß ich, wie wichtig Pausen sind, wie wichtig der Ausgleich ist und dass ich einfach geduldig sein muss. Es war gut, dass ich das nun gelernt habe. Es hat mich stärker gemacht.

„Nun weiß ich, wie wichtig Pausen sind, dass mein Körper auch Ruhe braucht und dass ich geduldigt bleiben muss.“ – Alisa Buchinger

Wie wichtig ist für dich das mentale Training?
Für mich spielt die mentale Komponente eine große Rolle und ich habe schon mit einigen Mentaltrainern zusammen gearbeitet. Am meisten hat mir geholfen, mir die Vision „Weltmeistertitel“ im Kopf vorzustellen, das Ziel dann aufzuschreiben und darüber zu reden, wie ich das Ziel schlussendlich auch erreichen kann. Wenn ich mir kein Ziel setze, dann kann ich auch nichts erreichen, deshalb ist es für mich auch immer wichtig einen Punkt zu haben, wo ich hin will. Es war natürlich umso schöner, als der Sieg dann vor heimischem Publikum Realität wurde. ☺

Fokussiert bleibt Alisa Buchinger dadurch, dass sie sich ihr Ziel auch aufschreibt und an die Wand klebt. „So sehe ich es täglich vor mir.“, doch auch im Kopf denkt sie täglich bewusst an ihr Ziel. „Dadurch weiß ich auch, warum ich das Ganze mache.“

Denkst du dir etwas Bestimmtes, kurz bevor du kämpfst?
Ein paar Minuten, bevor der Wettkampf startet, denke ich nur noch daran, dass ich gewinnen möchte. Es gibt kein Zurück mehr, ich weiß, dass ich hart trainiert habe und rede mir nur noch gut zu und denke selbstbewusst. Ich spüre auch kaum Druck von außen, da ich selbst sehr hohe Erwartungen an mich selbst habe. Den Titel wollte ich so sehr und der Grad zwischen Sieg und Niederlage ist so schmal, deshalb ist es umso wichtiger, wie ich selbst mit meinem Druck und mit meinen Gedanken umgehe.

„Wenn man kein Ziel hat, kann man auch nichts erreichen.“ – Alisa Buchinger

Hast du auch Tipps für jüngere Athleten?
Egal was man macht, dass wichtigste ist, Spaß daran haben. Es gibt so viele Talente, die oft sehr Chancen hätten, diese aber nicht nutzen, weil sie sich von ihren Eltern unter Druck gesetzt fühlen. Manche tun auch nur gewisse Dinge, weil sie das Gefühl haben, dass dies von ihnen verlangt wird. Alles, vor allem die gute Leistung, kommt erst dann von selbst, wenn man wirklich Spaß daran hat. Wenn ich mit Herz und Seele bei der Sache bin, dann investiere ich auch freiwillig mehr Zeit hinein.

Stell dir vor, alles was du je geschaffen hast, existiert nicht mehr. Man kennt deine Titel nicht, weiß nicht, was du alles erreicht hast und man weiß nichts von dir. Welche Weisheiten würdest du nun auf ein leeres Blatt Papier schreiben?

„Lebe jeden Tag, so als wäre es dein letzter.“ – Es ist ein Spruch, den man sehr oft hört, doch mittlerweile bedeutet er mir sehr viel. Ich habe jahrelang nicht danach gelebt und mir wurde bewusst, dass wenn ich sterben würde, dann hätte ich etwas verpasst. Mittlerweile genieße ich mein Leben viel mehr. In dem Jahr, wo so viel passiert ist, habe ich vieles geändert und zu schätzen gelernt. Ich baue viel mehr Dinge in mein Leben ein, die mir Spaß machen und die ich genieße.

Einen kurzen Teil des Gesprächs findet ihr auch unten im Video.
6 Erfolgstipps von Alisa Buchinger gibt’s hier in einem weiteren Artikel auf Redbull.com

Allgemein Interview Persönlichkeitsentwicklung

6 Erfolgsgewohnheiten von Topmanagerin Sonja Wimmer

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6 Erfolgsgewohnheiten von Topmanagerin Sonja Wimmer

Halli Hallo meine Lieben. Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit im Hotel Best Western Harmonie Vienna, welches von der Topmanagerin Sonja Wimmer geleitet und geführt wird, zu übernachten. Nach dem Frühstück traf ich auch die ehemalige Leistungssportlerin und Langdistanz Triathleten zu einem herrlichen und inspirierenden Gespräch. Ich wollte ein paar Sachen ganz genau wissen, was macht sie so erfolgreich und welche Denkweise und Erfolgsgewohnheiten hat sie dazu?

Sonja war Triathletin und 10 Jahre im Leistungssport tätig. Sie hat schon Ironmans bestritten, gewann 2x die Bronzemedaille bei den Staatsmeisterschaften, sie bestritt Crosstriathlons und Marathons und mittlerweile ist sie eine preisgekrönte Hotelbetreiberin und Managerin. Wer sich noch genauer für den sportlichen Hintergrund interessiert, findet in diesem separaten Sportinterview mit Sonja Wimmer (von mir geschrieben) mehr Infos. Hier geht’s zum Beitrag.

6 Erfolgsgewohnheiten

  • Reflektieren und inne halten.
    „Ich habe keine Angst vor direktem Feedback. Für meine (berufliche) Weiterentwicklung ist es immer sehr wichtig, dass ich darüber nachdenke und reflektiere, was ich verbessern und ändern kann. Dazu frage ich sehr gerne meine Hotelgäste, aber auch jährlich bitte ich Experten darum, mir ein Feedback zu geben. Wenn ich mir Ziele setze, so reflektiere ich auch regelmäßig darüber, ob ich noch am richtigen Weg bin und wie ich das Ziel erreichen kann.“
  • Zielsetzung und Visualisierung.
    „Ich lebe meine Ziele. Wenn ich etwas will, dann tue ich auch etwas dafür. Mein Ziel wird zur Priorität, damit es auch ständig im Kopf präsent ist. Allerdings halte ich auch regelmäßig immer wieder inne (siehe Punkt 1), achte auf mein Umfeld und denke darüber nach. Fokussiert bleibe ich dadurch, indem ich mir mein Ziel täglich vor Augen halte. Zurzeit möchte ich das Tripadviser Ranking nach oben bringen und aus diesem Grund schaue ich mir täglich die App an und ich hole mir regelmäßig die Statistiken und allgemeines Feedback meiner Teammitglieder dazu ein.
  • Der Alltag ist von Konsequenz und Disziplin geprägt.
    Sonjas Tag ist sehr durchgeplant und nur durch Konsequenz und Disziplin kann man seine Ziele auch erreichen. „Die Wichtigkeit der Konsequenz habe ich durch den Sport gelernt. Auch wenn man Tag strukturiert ist, so plane ich doch auch genug Puffer ein, um zwischendurch auch mal durchatmen und nachdenken zu können.“
  • Überzeugung und Selbstvertrauen.
    „Selbstvertrauen bedeutet Anstrengung. Als weibliche Führungskraft hatte ich in der Männerdominierten Szene immer wieder zu kämpfen. Vor allem mit 25 war das definitiv schwerer als jetzt, denn du musst oft mehr geben als deine männlichen Kollegen. Mit einem charmanten, weiblichen Lächeln kann man zwar anfangs eine angenehme Atmosphäre schaffen, doch anschließend sind Überzeugungskraft und Selbstvertrauen gefragt. Man muss eine gewisse Härte mitbringen und ich bereite meine Argumente immer vor, damit ich zu 100% davon überzeugt bin und mit meinem Können und Wissen überzeugen kann. Wenn ich weiß, warum ich das tue und bewusst über das Ziel spreche, dann spielt das Geschlecht oder das Alter keine Rolle mehr.

Selbstvertrauen bedeutet Anstrengung. Wenn du dich in die erste Reihe stellst und vor den Leuten sprichst, ist das eine Herausforderung, die uns aber stärker macht. Wenn ich meiner Leidenschaft folge und von dem was ich tue, überzeugt bin, dann macht mich das auch selbstbewusst.

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  • Menschliche Beziehungen hegen und pflegen.
    Meine Frage an Sonja war: „Stell dir vor, alles was du je geschaffen hast, existiert nicht mehr. Man kennt dein Hotel nicht, weiß nicht, was du sportlich und beruflich erreicht hast und deine Auszeichnungen gibt’s nicht mehr. Welche Weisheiten würdest du nun auf ein leeres Blatt Papier schreiben?“ – „Freundschaft ist das wichtigste. Ohne meine Familie geht nichts. Auch das ist eine tägliche Herausforderung, denn du musst täglich etwas für die Beziehung tun. Doch wenn man es tut, dann sind das wunderbare Musemomente für mich. Mein Partner und ich nehmen uns auch einmal in der Woche die Zeit dafür schön Essen zu gehen und fahren mal über das Wochenende wo hin.
  • Ich gebe mein bestes.
    Ich habe eine Leidenschaft dafür, Dinge richtig gut machen zu wollen. Meiner Meinung nach unterscheidet einen Siegertypen von anderen, dass sie ihr komplettes Herz und ihre Seele hinein stecke. Wenn ich etwas tue, dann bis zur kleinsten Ader. Man wird auch nicht immer jedes Ziel erreichen können und Niederlagen wird es immer geben, doch wenn ich weiß, dass ich mein Bestes gegeben habe, dann bin ich trotzdem zufrieden und glücklich. Beim Wettkampfsport ist es auch so, dass du deine Gegner nicht immer beeinflussen kannst und wenn du mal nicht gewinnst, aber trotzdem dein bestes geben hast, dann war es ein guter Wettkampf.

Im Hotel spiegelt sich auch sehr gut Sonjas „bewusst leben“ Philosophie wieder. Die Atmosphäre ist herrlich und die liebe zum Tanz und zur Klassik scheint definitiv durch. Beim Frühstück gibt es eine großartige Auswahl an gesunden Müslis, Brot, frisch gemachter Smoothie und anderen Leckereien. Dass, das Hotel preisgekrönt ist, versteht sich fast schon von selbst. ☺

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Allgemein Interview Sport

TANJA FRANK – Olympiamedaillengewinnerin RIO / Interview

Tanja Frank Olympiamedaillen Gewinnerin RIO 2016 Interview
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Bronze Medaille RIO 2016

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Tanja Frank im Interview über den Glauben an sich selbst, Training und Familie.

Tanja Frank ist eine österreichische Leistungssportlerin und Seglerin und konnte dieses Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio, zusammen mit ihrem Segelpartner Thomas Zajak, die Bronzemedaille gewinnen.

Halli Hallo meine Lieben! Wie schon begeistert berichtet bin ich Teil der ACTIVIA #InSync Kampagne, wo es darum geht, die innere Kritikerin und Selbstzweifel im Zaun zu halten. Aus diesem Grund bekam ich auch die Möglichkeit die Olympiamedaillen Gewinnerin in Rio, Tanja Frank, zu interviewen und auch ihr zu diesem Thema Fragen zu stellen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht mit der sympatischen Tanja zu quatschen und auch ich wurde sehr inspiriert. Seht euch auch gerne das Video (ihr findet es ganz unten), dazu an. 🙂

„Wenn ich etwas will, dann soll ich etwas dafür tun.“

Mit diesen Worten ist Tanja groß geworden, da sie von ihrer Mama sehr positiv beeinflusst wurde und von klein auf diese Worte mitbekam. Das Segeln wurde ihr fast schon in die Wiege gelegt.  „Was hat dich dann am Segelsport gefesselt?“ – „Man ist da draußen am Wasser und trägt so viel eigene Verantwortung. Es ist ein cooles Gefühl, wenn du im jungen Alter ganz allein am Boot so viele Entscheidungen treffen kannst und alles von dir selbst abhängt.“

Hattest du schon immer die Vision und den Traum ‚Olympische Spiele’ im Kopf?
Tanja Frank: Ja, schon in meiner Kindheit habe ich immer die Olympischen Spiele im Fernseher geguckt und auch wenn es eine große Zeitverschiebung gab, so wollte ich die Eröffnung und die Wettkämpfe sehen. Allerdings fühlte es sich dann immer so weit weg an, doch schon in jungen Jahren sagte ich zu meiner Mama, dass ich dort einmal hin möchte.

Wie gehst du, oder ihr als Team, mit Niederlagen um?
Wir arbeiten sehr viel mit einem Sportpsychologen zusammen. Nach der diesjährigen Weltmeisterschaft waren wir mit dem 4ten Platz sehr unzufrieden, da einige Fehler passiert sind. Anschließend haben wir den Wettkampf sehr genau analysiert und uns die Videos dazu angesehen. Es war einerseits sehr schwierig, da wir uns so darüber geärgert haben, doch im Nachhinein hat uns das wirklich sehr geholfen. Wir haben sehr viel daraus gelernt und konnten somit für Rio viel damit mitnehmen.
Tanja studiert an der Universität Wien auch Ernährungswissenschaften. „Ich interessiere mich sehr für die Ernährung und was im Körper passiert, doch derzeit mache ich mir bezüglich des Studiums wenig Stress. Der Sport steht gerade im Vordergrund.“

Ein typischer Trainingstag (bzw. „Arbeitstag“) ist sehr intensiv. „Ich stehe so um 7:00 auf und anschließend wird der Körper mobilisiert oder es steht ein wenig Morgensport am Programm. Nach dem Frühstück gibt’s eine kurze Besprechung und anschließend bin ich dann 3-5 Stunden am Wasser. Nach einer kurzen Pause wird dann nochmals trainiert und ich sehe meinen Psychologen oder den Physiotherapeut.“

„Wenn’s gut geht, dann bin ich 100 Tage im Jahr zu Hause, sonst sind wir als Team sehr viel unterwegs. Wenn man etwas erreichen will, dann muss man es wirklich wollen.“

Was würdest du deinem jüngerem Ich raten?
Gib nie auf. Wenn man etwas wirklich will, dann darf man nicht aufgeben und kann es auch schaffen. Wenn ich mich mal nicht motivieren konnte, dann dachte ich immer an RIO und warum ich das Ganze überhaupt mache. Mir ist der Spaß an der Sache auch sehr wichtig und ich habe mir immer vorgestellt wie es sein könnte, wenn man eine Medaille zuhause hat.

Im Namen von ACTIVIA, wie schaffst du es mit dir selbst im Einklang und #InSync zu sein?
Am Anfang, wo ich viel von Zuhause weg war, war das definitiv schwerer für mich, als jetzt. Ich bin einfach nur sehr froh darüber, dass ich das machen kann, was mir am meisten Spaß macht. Wie schon erwähnt, so ist es wichtig, die Sache wirklich zu wollen, sonst arbeitet man ja gegen sich und seinen eigenen Einklang an. Auch meine Freunde und meine Familie sind mir sehr wichtig und untersützen mich.

Was ist dein Tipp für andere Frauen und junge Athleten, wenn es darum geht eigene Träume und Ziele zu verfolgen?
Wenn du es wirklich willst, dann kannst du es schaffen! Zudem sollte einem immer bewusst sein, was auf einen zukommt. Es ist nicht immer ganz einfach und auch für mich war die Umstellung von der Steuerfrau zur Vorschoterin sehr hart und ich musste mir vorher wirklich bewusst machen, was auf mich zukommt.

„Inspiriert wurde ich vor allem auch schon in meiner Kindheit von allen möglichen Olympia Teilnehmern. Ich bin sehr ehrgeizig und gerne unterwegs und habe Spaß an der Sache. Das ist für mich super wichtig.“

Danke für diese tollen Worte Tanja!

Das komplette Interview und weitere Fragen gibt’s hier im Video:

Allgemein Interview Media Sport

Michaela Kirchgasser über Ängste, Fokus & Selbstvertrauen

Ein persönliches Interview mit Michaela Kirchgasser.

Passend zum FIS Ski-Weltcupstart in Sölden kommt nun mein Interview mit dem österreichischen Ski-Weltcup-Star Michaela Kirchgasser online. 🙂

Das Ski Fahren wurde ihr fast schon in die Wiege gelegt und schon immer fand sie diesen Sport toll. Es gab nur nämlich nur einen Weg und ein Ziel: Ski Fahren! Auch die Bewegung hat Michi schon immer Spaß gemacht, auch noch, wenn das „Ski-Spielen“ in der Kindheit später zum ernsthaften und konsequentem Training wurde. „Bist du dadurch auch ehrgeiziger geworden?“ – „Ich wurde auf alle Fälle konsequenter und wenn es mir mal nicht so viel Spaß machte, hielt ich mir vor Augen, warum ich das Ganze mache.“

Hier ein paar Fragen, die ich Michaela Kirchgasser im Video stelle:

Wer hat dich in deiner Kindheit am meisten beeinflusst?
Die Trainer, die mich seit meiner Kindheit begleitet haben, hatten immer einen großen Einfluss. Zudem sah ich auch Renate Götschl als Vorbild, weil sie mir unglaublich sympathisch war, tolle Erfolge feierte und somit versuchte ich mir ein paar Sachen von ihr abzuschauen.

Hast du Angst, wenn du am Start stehst?
Einmal hatte ich wirklich Angst und es ist ein sehr grausiges Gefühl. Aus diesem Grund habe ich mir auch geschworen, dass ich nie mehr mit Angst ein Rennen bestreiten werde. Wenn mir die Bedinungen zu gefährlich erscheinen und meine Gesundheit auf dem Spiel steht, habe ich gelernt „Nein“ zu sagen und nicht mit einem Angstgefühl an den Start zu gehen.

Gab es auf deinen Weg auch Neider?
Neid muss man sich erarbeiten und ich versuche es als Kompliment zu sehen. Ich bekam allerdings auch schon verletzende Fragen wie „Warum schaffst du nicht mehr?“, gestellt. Ich verstehe es überhaupt nicht, warum manche Menschen andere runterziehen wollen. Niemand kennt deine Motivation, deine Gründe und deine Gedanken, warum sollte man dies auf solch eine negative Art hinterfragen? Ich habe gelernt damit umzugehen und es ist ein Filter in meinem Kopf entstanden. Bei sehr unverschämten Meldungen antworte ich nur noch mit „Sie können gern den Berg selbst runter fahren und es versuchen besser zu machen.“

„Der Druck von Außen ist natürlich immer da“, so Michaela. „Doch ich habe gelernt meine Willensstärke mit einer Lockerheit zu komibinieren. Man lernt damit umzugehen und nicht mehr alles allzu ernst zu sehen. Beim Ski Fahren strebst du auch ständig nach dem „perfekten“ Schwung und nach der „perfekten“ Technik. Es ist eine Kunst es nahezu perfekt zu können, aber trotzdem locker zu sein.“

Michaela Kirchgasser Klara Fuchs Interview

Michaela Kirchgasser zum Thema Selbstvertrauen:

Welche Erfolgstipps hast du für jüngere Mädels und jüngere Athleten?
Vertrau auf dich selbst und lass dich nicht verbiegen. Vor allem im Alter von 16-18 habe ich viel an Muskelmasse zugelegt und ich war absolut nicht „dick“, aber fester bzw. muskulöser als andere Mädels. Dies war für mich ein wenig schwierig und auch für andere Mädels ist das schwer, wenn die Freundinnen sehr auf die Figur achten und viel dünner erscheinen. Mir hat es sehr geholfen, dass ich mich mit Gleichgesinnten umgeben habe. Im Internat und in der Sportschule waren andere Sportler, da ist es super, wenn du Muskeln hast, denn schließlich sind wir Sportler. Allen geht es dabei gleich.

Was würdest du deinem jüngeren Ich sagen?
Wieder: Vertrau mehr auf dich selbst. Oft habe ich mich früher nicht getraut etwas Bestimmtes zu tun, doch oft spürt man ja, was man eigentlich will. Ich habe erst ein paar Jahre später wirklich mir selbst vertraut, auch wenn ich das schon viel früher hätte machen sollen.

Wie hast du es geschafft, dass du dann mehr auf dich vertraust?
Menschen in meinem Umfeld fragten immer wieder, warum ich kein Selbstvertgefühl hatte. Ehrlich gesagt wusste ich selbst auch nicht warum. Es braucht wirklich sehr viel Zeit, dass man lernt sich selbst zu vertrauen. An sich selbst zu arbeiten, ist immer die größte Herausforderung, doch es ist sehr wichtig.

„Lerne dir selbst zu vertrauen. Es ist sehr wichtig, an sich selbst zu arbeiten, auch wenn dies die größte Herausforderung ist.“

Das komplette Interview und weitere Fragen wie:
Was denkst du dir, wenn du am Start stehst?
Wie gehst du mit Niederlagen (schlechten Rennen) um?
Wie schaffst du es fokussiert zu bleiben?
Wie kannst du das „Flowgefühl“ abrufen?

findest du im Video unten. Viel Spaß beim Schauen! 🙂