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Interview mit Alexandra Meissnitzer / Skitag in Flachau

Skitag in Flachau

Halli Hallo meine Lieben! 🙂
Vor kurzem war ich auf Entdeckungstour in Flachau, im wunderschönen SalzbugerLand. Ich traf dort auf Bloggerkollegin und Sportwissenschafterin Susi vom Blog Berhasen und gemeinsam machten wir uns auf Entdeckungstour im Skigebiet Flachau, HeimatstĂ€tte des berĂŒhmten SkilĂ€ufers Hermann Maier.

Dies geschieht im Rahmen eines Projektes, genannt „Meisis Reise durch’s Salzburgerland.“ Alexandra Meissnitzer, Weltmeisterin, Olympiamedaillen Gewinnerin und ORF-Moderatorin, war ebenfalls schon auf Entdeckungstour im Salzburgerland und ich durfte vor ein paar Wochen mit ihr sprechen. Sie war so lieb und hat mir ein paar Fragen beantwortet, die ich hier mit euch teilen möchte.

Interview mit Alexandra Meissnitzer

Alexandra, was hat dich am Skisport gefesselt und warum wolltest du Ski-RennlÀuferin werden?

Ich habe mich einfach sehr fĂŒr diesen Sport begeistert! In meiner Kindheit gab es nichts, was ich lieber machen wollte als Ski Fahren. Ich habe sehr frĂŒh damit begonnen, aber wusste nicht so ganz, wo das hinfĂŒhren wĂŒrde. Doch wenn man mit so viel Begeisterung dabei ist, dann kann etwas Großes entstehen. Mit 14/15 Jahren wusste ich dann, dass ich den Sport professionell ausĂŒben möchte, denn wenn man etwas gern tut, dann wird man darin auch gut. Mit 16 hatte ich auch nie das BedĂŒrfniss viel Party zu machen, denn der Sport gibt mir so viel mehr. Ich erlebte dadurch so viele Sachen, die mich glĂŒcklicher machen, als eine lange Disconacht. Ein weiterer Erfolgsfaktor war wohl auch, dass ich glĂŒcklicherweise im Jugendalter so ziemlich verletzungsfrei blieb.

„Man kann ruhig hohe Ziele haben, denn dann ist man auch bereit, mehr zu geben.“ – Alexandra Meissnitzer

Was war deine grĂ¶ĂŸte HĂŒrde und deine grĂ¶ĂŸte Herausforderung?

Wie auch bei anderen, gab es auch bei mir Zeiten, wo einfach nichts geht. Vor allem nach meiner Knieverletzung wusste ich nicht, ob oder wie es weiter gehen wĂŒrde. Ich trainierte viel weniger als alle anderen und doch sollte ich dann selbstbewusst am Start stehen und ein super Resultat bringen. Es ist hart, wenn du weißt, dass du nur ein Drittel von dem Umfang, was alle anderen trainiert haben, gemacht hast. Allerdings habe ich dadurch auch viel mitgenommen. Nun weiß ich, dass ich mich auf mich selbst verlassen kann, wenn es hart auf hart kommt. Dies nutze ich auch heute noch, wenn ich mal sehr viele Termine und lange Moderationen habe. Ich weiß, dass ich es schaffe, mit schwierigen Situationen umzugehen.

Was hat dir dabei geholfen und wie gehst du mit den Druck um?

Ich mache sehr viel im energetischen Bereich, doch ich finde es ist auch wichtig zu wissen, dass wir alle ganz verschieden sind und das individuell zu betrachten ist. Manche brauchen vielleich einen Mental Trainer, andere wiederum brauchen einen (Sport-)Psychologen. Wichtig ist nur, dass du deinen Weg findest und das tust, was du selbst brauchst, denn wenn man oben am Start steht und wenn es womöglich um die Olympia Medaille geht, kann man sich das nicht leisten, nicht alles zu geben und voll da zu sein. Man muss eine Methode finden, damit man lernt, mit den eigenen Schwierigkeiten umzugehen.

NervositĂ€t ist auch etwas ganz normales, sowie PrĂŒfungsangst. Allerdings darf man nicht dagegen ankĂ€mpfen, man muss es einfach nur zulassen. Es wird nĂ€mlich erst dann zum Problem, wenn wir verkrampft dagegen ankĂ€mpfen. NervositĂ€t sollte mich nicht davon abhalten, eine gute Leistung zu bringen, sondern bereitet mich darauf vor.

Was ist deine persönliche Methode dafĂŒr?

Wie gesagt mache ich viel im energetischen Bereich und nachdem ich viel ausprobiert habe, habe ich Qigong fĂŒr mich gefunden. Ich mache das jeden Tag in der frĂŒh, auch wenn es nur 5 Minuten sind, doch ich brauche das, um mich ausgeglichener zu fĂŒhlen und es tut meinem allgemeinen Wohlbefinden gut.
Ich bin von Haus aus eine Denkerin und deshalb ist es nichts fĂŒr mich, wenn ich mir Matras oder sonstige SĂ€tze vor dem Rennen einprĂ€gen wĂŒrde. Das ist zu viel. Mich muss man nicht pushen, ich versuche eher runter zu kommen und dabei helfen mir Meditations- und KonzentrationsĂŒbungen.

Was sind deine top 3 Gewohnheiten?

Ich bin von Natur aus eine FrĂŒhaufsteherin, das wĂŒrde ich als gute Gewohnheit bezeichnen. Zudem bin ich sehr konsequent und ich bin ein sehr positiver Mensch. Ich gehe generell vom Guten aus, denn auch die eigene Wortwohl ist sehr wichtig. Diejenigen, die viel schimpfen, senden sich selbst nichts Gutes.

Was macht dich als Gewinnerin aus und welche Tipps hast du fĂŒr uns?

Ich muss schon sagen, dass ich auch ein gewisses Talent fĂŒr den Sport mitbekommen habe. Man muss sich natĂŒrlich auch alles erarbeiten, doch es hilft, wenn ein gewisses Talent vorhanden ist. Anschließend kommen dann der Ehrgeiz und die Disziplin. Zudem halte ich nicht viel von dem Spruch „weniger ist mehr“. Mein Motto lautet eher: „Mehr ist mehr!

Wenn ich etwas erreichen will, dann muss ich auch viel tun, mehr als alle anderen. Es gibt Zeiten, da muss man einfach sehr hart zu sich selbst sein. Jeder hat seinen eigenen Rucksack zu tragen und jeder hat mal Schwierigkeiten. Ich versuche diese HĂŒrden als Phase zu sehen, denn auch wenn es mal nicht so gut ist, so wird es wieder besser werden.

Meine Tipps: Man braucht einfach eine gewisse Ausdauer und viel Durchhaltevermögen. Die Disziplin ist gefragt, aber auch das eigene BauchgefĂŒhl. Nur weil das fĂŒr mich so passt, bedeutet das nicht, dass dies auch die richtige Methode fĂŒr dich ist. Da muss man lernen auf sich selbst zu vertrauen.

„Mehr ist mehr. Es gibt Zeiten, da muss man einfach sehr hart zu sich selbst sein.“ – Alex Meissnitzer

 

*In Kooperation mit dem SalzburgerLand.

 

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